Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1855)
- Date
- 1855-10-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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tAUatto'S Vonvort zu Zesaia. 36t worauf dieser Hieb zielt; aber es ist gut, den Grundsatz auszusprechen. 6. Tüchtigkeit in der Ursprache und in ihrer eigentümlichen Ausdrvcksweise, über welche keine alte Quelle oft Auskunft ertheilt, vmd die nur aus gewonnenem Sprachgefühl sich ergiebt. Ganz recht. Aber das gegebene Beispiel aus 1. Kön. 37. wo der letzte Satz durch eine Ellipse: „Sonst wendest du selbst ihr Herz rückwärts." erklärt wird, scheint uns nicht solcher Erklärung zu bedürfen 7. Genaue Kenntniß der Accente, die aus der Zeit des zweiten Tempels (?) Herruhren. Dieser geschichtliche Zusatz bedarf eines Beweises. Die Sache selbst ist richtig. 8. Das Verständniß der hebräischen Poesie, wozu dichterisches Talent gebort nickt etwa fremde Metrik; aus welchem Grunde Mendelssohn in den Psalmen, und ^sarja Kossi, in Jrrthümer gcriechen. Gan; wahr. 9. Die Erkenntniß der absichtlichen Abweichungen von dem ursprünglichen Sinne, welche sich hie und da in Aceenten, Vocalen und Übertragungen finden. Ganz wahr. 10. Die Echtheit der Lesarten unseres Textes, mit einzelnen Schreibfehlern und Verschiedenheiten aus uralter Zeit, so daß seit dem Schlüsse des Kanon's nichts mehr geändert ward, noch geändert werben darf. Dieser Grundsatz wehrt die bodenlose Aritik ab. Gegen die raiionaliftische Kritik zieht hierauf H. Luzzatto in voller Rüstung zu Felde, indem sie höchst selten etwas Annehmbares darbieie. und ermahnt alle Glaubensbrüder, sich dem Einflus? derselben zu entziehen, namentlich aber vie Kritik der gefärbten Juven, die das Wesen der Rationalisten um Ehre und Geld dadurch zu erlangen, sich aneignen, zu erkennen und nach ihrem Werrhe zu würdigen. Wir hätten gewünscht. Daß diese sittlichen Ausfälle weggeblieben wären, da obnetin der Erwerb von Ehre oder Geld durch Bibelerklärungen jüdischer Verfasser wohl nicht nachzuweisen sein därne. Nur selten haben derartige Arbeiten neue Auflagen erlebt. Uebrigens enthält das Vorwort noch einige anziehende Winke. Wir wollen aber schließlich bemerken, daß die ersten bereits erschienenen Bogn» res Eommentars. verbunden mit einer schönen italienischen UeberseHung ganz so wie der frühere Probebogen, die Erwartung einer überaus gediegenen Arbeit rechtfertigen, und es leider kei-en Zweifel, daß da? Werk sich ungetheilten Beifalls erfreuen werde. Uns beseelt nur der Wunsch, daß es dem