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Der israelitische Volkslehrer · 1855-10-01 · Heft 10 (Oktober 1855) · page 12

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 10 (Oktober 1855)
Date
1855-10-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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348 Die Zukunstslehre d. Offenbarung übergegangen war; sie war mit der eines Vorläufers in der Per. son des Propheten Elias verknüpft, die noch jetzt im alten Iudenthum sich erhalten hat. Dieß ist der rein politische Messtanismus, mit ganz particulärer Bestimmung einer Davidischen Weltherrschast im Mittelpunkt des gelobten Landes auf der Hönigsburg Salem oder Zion. Auch scheint dieses das Dogma zu sem, über welches als ein particutaristisch materielles das Christliche sich erhoben haben will. Der zweite in diesem eingeschlossenen Vestandtheil ist die legitime Erblichkeit des Da^idischen Thrones. Dieser reicht indeß noch einige Jahrhunderte höber, fast bis zur Einsetzung der zweiten Dynastie, erwa 4—5 Zahunderte vor dem Eril hin. auf. Jedenfalls findet man ihn bereits im Zesaiah dem 2. vollständig ausgebildet, und als Hoffnung Israels in den prophetischen Schriften klar ausgesprochen. Endlich nennen wir die erste, älteste Zukunftslehre, wie sie schon in dem ersten Buche des Pentateuch den Erzvätern verkündet ward. In ihrer speciellen Fortbildung und Entwickelung tritt sie stets reicher, verklärter, geistiger auf. bis sie sich in den glorreichen Verkündigungen Jesaiahs zum stralenden Gottesreiche, zur Theokratie im reinsten Sinne (Q'OT'TI M^Q) erhoben hat. In dieser hohen Vorstellung erkennen wir die höchste Entfaltung aus der Ur- und Grundidee der Offenbarung, und diese bildet das ideelle Panier der Erben und Verwalter des alten Hortes bis zum heutigen Tage. Es hat ihnen als Wolkensäute am Tage, und als Feuersäule bei Nacht, auf ibrer tausendjährigen Wallfahrt durck die Wüstenei der Drangsale und der Leiden nach dem verheißnen Lande der Erlösung, dem heiligen Himmelreiche, yorangeschwebt. Nachdem wir nun die dreigestaltige Zukunftslehre auf- und rückwärts verfolgt, und sie in ihrer stets breiteren, einfacheren Gestaltung betrachtet haben, wollen wir sie in entgegengesetzter Richtung, in absteigender Linie in ihrer Complication zum Gegen- . stände der Betrachtung machen, also, dem Gange der Geschichte folgend, svnthetisch das Analvsirte wieder zusammensetzen, zu einem Ganzen verbinden. Es sind dieses nur Operationen des Gedankens, die denen der Natur und ihrer Wirkungen parallel laufen, aus ihr deducirr werden. Wir haben zu diesem Ende zuerst zwei jener Grundbestandtheile in näheren Betracht zu ziehen, diese aber sind folgende: ^) Die Uranschauung im A. T. von einem Himmelreiche auf Erden. Das will sagen: einem dermaleinst ein-

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