Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1855)
- Date
- 1855-10-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/3129675-3129718-3129728--1314-3131930- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Erster Nuttel. 345 dann ist es gestattet, den Minhag zeitgemäß abzuändern." So spricht der berühmte k. Josef Kolon; so wiederholt's der gewiß nicht als Neuerer verrufene k. Moses Jsserles (S. 8et,u!e!i. arue!,, vraek ekajim 690; ^laxen ^drakam Not. 22.) Nun, was saget ihr dazu? haben die VerhäitnM^fkch^n^t geändert? Hat Gott den Fluch des Mittelalters nicht verwandelt in Segen? — Warum verwandelt sich noch in so viele» Synagogen der Segen in Fluch? Ist es nicht unverzeihlich 5 N*?O TQtt') solche „Verzeihungsgebete" lN1N"^v) zu beten? Schließt das Wort „Selieka« die göttliche Vergebung in sich, warum ferner solch erhabener Harmonie den Tert der Unversöhnlichkeit unterlegen? — Und ist es nun nicht — mit dem „kema" zu reden — ist es nicht '2*?, „zeitgemäß," " „den Brauch abzuändern," eine gründliche Revision jener Gebete vorzunehmen? und wird der darauf hinzielende Vorschlag unseres verehrten College» Kahn (Nr. 54) Anklang, seine Erwartung Bestätigung finden, daß kein orthodorer Rabbiner einem so frommen Werke sich widersetzen werde?-- Antwort auf diese Fragen, in einem zweiten Artikel. L. S. ««. Die Zukuuftslehre der Offenbarung und die Mefsiasidee. Eine Antagonisma gegen ein Urtheil deS Herrn Staudenmeier 8 5. tdeol. Doctor und Professor in Freiburg, und ein gleiches des Herrn Padre Agoklino THeiner in Rom. ttade^ leliKin HNA« sunt aeternitAtis, nsdst qua« sunt temporig (vsco Äs Vernlsin, wpäitationsg.) Von Dr. Stein he im. Der EntwickelungSgang herrschender Ideen ist dem in der organistrenden Natur waltenden durchaus analog, und folgt einer *) „Die Religion enthält Bestandtheite. die für alle Zeiten, andere, die nur für eine bestimmte Zeit gegeben find." — Uebers. d Red.