Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 9 (September 1855)
- Date
- 1855-09-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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aa die Jugend, O Jüngling, lenk' den Blick in deinen Geist, Wohin das „ölaLeks!- mit dem Finger weist! — Der Herr ist Gott, der unparteiisch lohnt, Zn dir so gern, wie in dem Nächsten wohnt. Er, „der dem HaHiU-die-Vnficht^igeb — Zu unterscheiden zwischen Tag und Nacht", Er gab auch dir den regen Geist, Der dich der trägen Ruh' entreißt. Hältst du den Sinn in Mäßigkeit, Dann weckt er. dich zur Morgenzeit, Und weite Strecken wirft zurück du legen, Jndeß die Anderen kein Glied noch regen, Auf ihrem weichen Lotterbette Verlieren trag die Lebenswette. — Sei klüger, Sohn, denn fiel — Und wähne nie, Dieß bring' im Leben dir Gewinn, Wenn dir Genuß abstumpft den Sinn! — Zu spät, zu spät, ach, wachst du auf. Beginnend ernstlich deinen Lauf; Umsonst, umsonst, ach, eilst du fort — Der Andre früher ist am Ort; Mit Morgenfrische angethan. Gewann er die bestimmte Bahn. — Du aber, vom Mitleid lebest du, Rennst, angstbeklommen, immer zu; Mußt, unter vielem Bangen und Zagen, Die Menschen und ihre Bürden tragen; Und ohne Rast, In athemloser Hast, Fühlst du, zum Ervrücken, Die Last auf dem Rücken, Fühlst du, voll Schmerzen, Die Last auf dem Herzen, Bis du zusammensinkst im Tod Ach, warum verschliefst du das Morgenroth? — 24*