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Der israelitische Volkslehrer · 1855-08-01 · Heft 8 (August 1855) · page 33

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 8 (August 1855)
Date
1855-08-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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Rundschau. bei fti»em Aufenthalte in Jerusalem als -in Retter und Heilbringer von de» dortigen Juden hochgefeiert worden, wie solches auch, bei den großen Wohlthsten, welche er daselbst, aus eigenen Mitteln, wie aus Mitteln deS Ha-s-s Rothschild, in reichlicher Sülle gespendet hat, wohl nicht anders sei» tonnte. — Da der CorreSv. hierin sich als so schlecht unterrichtet erweist, so mag auch manches Andere seines mahrchenhaft klingenden Berichtes mehr aus dem Hörensagen, als aus der Quelle der Wahrheit geschöpft sein. Wie«, den 26. Juli 1855. — Erlauben Sie mir vor allem, Ihnen zu saz-s. daß das Iuniheft Ihrer Mvnatschrift hier eifrig gelesen wurde. Der Bericht über den Gottesdienst hat Alle interesfirt. die überhaupt noch Interesse z für dag gottcSdienstljche Leben haben. Er ist so ruhig, so wahr, so aus dem Leben geschrieben, daß hoffentlich auch Ihre Feinde nichts dagegen einwendet: werden. Es wird gewiß bald den Leuten klarwerden, wer es ist, der das Zuteulhum aufrecht erhalten will; ob Diejenigen, die mit Feuer und Schwert Alles vertilgen wollen, was sich nicht ihren Anschauungen füget, ^?-d t^her den größten Theil der Juden, als außerhalb des Judenthums - stehend erklären: oder aber Diejenigen, die alle Mittel anwenden, um j Israel zu seinen Heiligthümern zurückzuführen; freilich aber auch das nur - als heilig erklären, was heilig ist. j Was nun unS Oesterreichs zunächst detrifft, heißt es allgemein, daß j wir in politscher Beziehung bald aus dem Zustande des Provisoriums treten! sollen. Es werden die Zudenangelegen Helten zu den ersten gehören, die von! Seite ver zusammengetretenen LandeS-Congegrationen verhandelt werden. So? viel scheint gewiß, daß man die Intelligenz nicht berücksichtigen wird. WaS! kümmert euch die Intelligenz! Jüdisches Geld kann man brauchen, und hätte der weise König zu unserer Zeit gelebt, so hätte er zu dem 77277 L^L? 71^^577^ noch ein Viertes hinzufügen können. Die brennende Frage des! Grundbesitzes scheint einer ziemlich guten, wenn auch nicht ganz gu^en Losung j entgegen zu gehen. - Der Tempel dürfte mindestens noch zwei Jahre auf sich warten lassen. Beim Christen gilt die Sage, daß der Teufel hilft die Kirchen bauen; bei U2S i't es wieder wie von jeher gewesen, daß dem Baue von Sinagogen?c.? sich immer massenhafte Hindernisse in den Weg stellen. Es ist auch bei dem : Baue deS neuen Tempels nicht anders der Fall. In den hier erscheinenden Z „Wiener Mittheilungen" wird der, wie uns scheint praktische Vorschlag ge- - raacbt. daß sich ein (5omite von Damen bilde für die innere Ausschmückung des Tempels. — Bald dürfte sich auch der Schleier lüften, wer sich Alles! bei der Coucurrenz um die Predigerstelle beteiliget hat. - Der Wertheimerische Kalender, 2. Jahrgang, ist eben jetzt erschienen. : Indem ich der Besprechung nicht vorgreifen will, so ist eS gewiß ein ehrendes Zeuasiß für den Herausgeber, daß er ohne Absicht auf irgend einen Vortheil. d:e ihm karg zugemessene freie Zeit seinen Glaubensbrüdern zuwendet, z Mannheim, im August. — Unser Gottesdienst erfreut sich fortwäh- ' render. wir können sagen, stets wachsender Anerkennung. Jeden Sabbath " renntet sich eine große Anzahl von Fremden, auch Deputationen hier, um ke ^otteStienstweise mit anzusehen, beziehungsweise solche in den 5 betreffenden Gemeinden nachzuahmen. Wir sehen mit der Hilfe Gottes einer, ^1 für das religiöse Leben gedeihlichen Zukunft entgegen. — Unter Christen ist j viel Theiluahme, wir dürfen beinahe sagen Enthusiasmus für den neuen jüi tisch-» CultuS. — Wie sich dazu der dadische israelitische Oberrath ver- Z balle, davon in einem besonderen Artikel.

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