Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1855-08-01 · Heft 8 (August 1855) · page 27

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 8 (August 1855)
Date
1855-08-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3129675-3129718-3129726--1272-3131886
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sesch. d. Volkes ZiSrael v. vr. Herzfeld. ZV5 bemerken, als daß (S. 265) ^7!« welchem Herr Herzfeld etwas mehr Wahrscheinlichkeit einräumt, unser Sprachgefühl eben so wenig befriedigt, als die Ewald'sche Erklärung. Sowohl dieser Ausdruck wie der Name Makkabi des Juda, und die übrigen Beinamen seiner Bruder werden wohl nicht mehr zu ermitteln sein, da die griechische Schreibung unendlich viele hebräische oder vielmehr aramäische Saute vertreten kann. Es liegt auch wenig daran. ^- Unter den Anmerkungen finden wir Nr, 80, S. 266 nicht ausführlich genug, und die älteren Angaben erfordern noch eine Prüfung. Eben so möchte Nr. 92, S. 270 noch eine strengere Untersuchung über das Chanukafest und die Sitte der Lichter veranlassen. Die Geschichte selbst ist bekannter als die der frühern Jahrhunderte. Man wird sie aber hier gern im engern Zusammenhange mit der Zeitgeschichte und innerer Charakteristik lesen. Für Kenner, welche den Untersuchungen des Verfassers folgen wollen, sind aber noch vortreffliche Zuthaten vorhanden. Dahin gehört der tt. Ercurs S. 368' — 380, über die hohen Priester in dem behandelten Zeitraum, eine Frage, welche das Zeitalter Simons des Gerechten, und folglich auch Jesus Sirach's, und viele andere Punkte wesentlich berührt, und welche die neuern Geschichtschreiber, namentlich Ewald, so erledigten, daß der ganze Zusammenhang ein anderer wird. Herr Herzfeld widmet mit Recht diesem einen, nicht bloß als Mensch, sondern als Wirbel der Zeitgeschichte hervorragendem Charakter, S. 377 einen besondern F. Er findet manche talmudische Angaben .unerklärlich, was wohl ganz natürlich ist, und uns wundert nur, daß man fich so viele Mühe gibt, augenscheinliche Schreibefehler geschichts-unkundiger Personen, oder auch sehr viele einfache überall vorkommende Sagenverwechselungen, zu rechtfertigen. Sie find eben für die beschichte nur Belege der Unkunde ihrer Zeitgenossen, und hie und da auch sehr wehl begründeter, alter Erinnerungen; in beiden Beziehungen immerhin von hohem Werth: denn es muß uns z- B. sehr wichtig erscheinen, wenn 1 gerichtliche Verhandlungen eines Svnevriums, daS in peinlichen z Verfahren höchst umständlich zu Werke ging, ja sogar Akten j schrieb, etwa 20 — 30 Jahre nachher dermaßen unbekannt geworden sind, daß man an dem Orte selbst über die Gründe einer i vorgekommenen Hinrichtung stritt^ ohne zu den Äkten. oder zu j den noch vorhandenen Mitgliedern des Gerichts seine Zuflucht zu! nehmen. Eine solche Thatsache führt auf den Standpunkt, von welchem auS man einen Blick in die Zeitumstände thut, ohne darum an und für sich zur Geschichte einen Beitrag zu liefern;

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.