Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 8 (August 1855)
- Date
- 1855-08-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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5( - m fu^ Ueber die Namen Gottes 5.7.I .. - 7 - - . " . . i. I ' N f'-'^r - - 'l menstellung dieser beiden Namen absichtlich zu Meiden. Oftmals' hat Daniel '21^ niemals ^N^, ja Aap. XI, 3. '21^ O^N7^N Der Verfasser der.Chronik setzt gerne für '21^ den Namen ^°), wie das die chaldäische Paraphrase desOnkelos zu thun pflegt. Wollen wir auch daraus nicht die Schlußfolge ziehen, daß das Tetragrammaton schon gelesen wurde—, so berechtigt doch zu dieser Annahme die Wahrnehmung, wie wir es ähnlich bei Daniel finden, und wie Onkelos es gewöhnlich thut, für die Worte MN' vorsätzlich V^N^ setzt, (vgl. II. Samuel 7, 18 mit I Chron. 17, 16.); ein Beweis, daß schon damals TM' in solchen Fällen O'N^tt gelesen wurde. Aus dieser Erscheinung entnehmen wir den für die Kritik des Textes höchst wichtigen Satz, es sei zur Abfaßungszeit der beiden Bücher der Chronik und des Buches Daniel die noch während des Erils und einige Zeit nachher übliche buchstäbliche Aussprache des Vi? schon gemieden worden. Wir erhalten dadurch einen neuen Beleg für die spätere Abfassung obgenannter Bücher, somit eine Bestätigung der von Zunz (Gottesdienstliche Vorträge S. 31—34) aufgestellten Ansicht, daß diese Bücher der Zeit nach die letzten in den Canon der Bibel aufgenommenen seien. Nimmt man an, die Chronik sei um 260 vor der christlichen Zeitrechnung abgefaßt—denn das Buch Daniel ist ungefähr IVO Zahre jünger —: so wäre der Brauch, den vierbuchstabigen Namen im gewöhnlichen Umgange nicht auszusprechen, älter als Manche vermuteten. Die griechischen Uebersetzer des Pentateüchs, welche doch nach der Sage aus Palästina nach Aegypten gerufen wurden, hatten demnach diese Sitte i^on in ihrem Vaterlande vorgefunden und bei ihrer Uebersetzung beibehalten. Indessen scheint diese Sitte, den Oll? nicht auszusprechen, in jener Zeit aus innerer Scheu frei hervorgegangen, nicht auf einem gegebenen Verbote beruht zu haben Selbst in der spätern talmudischen Zeit bestand Anfangs noch kein allgemein verbietendes Gesetz, wie aus folgender Auseinandersetzung sich herausstellt. Es muß bei der Aussprache des vierbuchstabigen NamenS der Unterschied zwischen dem Heiligen und profanen Gebrauche festgehalten werden. Das Aussprechen zu heiligen Zwecken war noch gestattet, als es schon lange im profanen Leben gemieden M 297 *) Bergt, z. B. I. Köu. 22, 6 mit II. Chron. 18, 11. <x>gß manchen biblischen Büchern der Name nicht gebrauch», dafür fast immer O'N/d? gewählt ist, hat einen andern Grund, worüber später gesprochen werden soll. V. 23