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Der israelitische Volkslehrer · 1855-08-01 · Heft 8 (August 1855) · page 18

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 8 (August 1855)
Date
1855-08-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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296 Mitthellungen. Rabbinern und jüdischen Gelehrten aller Richtungen zusammen treten würde, um, nach der oben bezeichneten Weise, eine neue Bearbeitung und Herausgabe der bestehenden Gebete zn veranstalten, welche gewiß allgemeinen Anklang und Anwendung finden würde, ohne daß hierdurch die schon weiter fortgeschrittenen und fortschreitenden Gemeinden in ihren Bestrebungen gehemmt würden, vielmehr -würde hierdurch allenthalben der Weg zum Bessern allmälig gebahnt werden. — Trier im Juli 1855. Z. Sahn, Oberrabbiner. Anmerkung. Der Herausgeber, der gerne jede Meinung selbststavdig austreten und wirken läßt, behält sich vor, indem er seinem verehrten Herrn College» für obige interessante Mittheilung bestens dankt, aus veffen praktischen Vorschlag in einem der nächsten Hefte zurückzukommen, und dann seinerseits einige interessante Mittheilungen zn machen, aus denen hervorgehen wird, wie die optimistische Hoffnung unseres Freundes, daß in der AuSmerzung der in Rede stehenden Gebete und Stellen die Israeliten der verschiedensten Richtungen einig seien, einer ziemlichen Einschränkung bedürfen möchte. — Die Red. »s. Ueber die Namen Gottes in der heil. Schrift. (Fortsetzung v. Juni-Heft Nr. 35.) Die Sitte, den göttlichen Namen MN^ im Leben nicht buchstäblich auszusprechen, läßt sich vielleicht bis auf die AbfassungS- Zeit der Chronik und Daniels zurückführen. Es darf nämlich als höchst wahrscheinlich angenommen werden, daß so lange die beiden Gottesnamen MN' und nebeneinander in engste Verbindung gesetzt wurden, jener das Tetragrammaton, noch nach seinen Consonanten ausgesprochen worden sei. Denn die in diesen Fällen von VV^tt auf MN' übertragene Interpunktion ist sicher — wie die masoretische Punktation von im Allgemeinen-----ein späterer Rothbehels. *) Während aber noch der im Eril lebende Prophet Ezechiel mit Vorliebe sich des Ausdruckes bedient, scheinen die Verfasser des Daniels und der Chronik die Zusam- ») Wir verstehen unter masoretbischer Punktation die überlieferte A»ssprache, temeswegs die viel später eingeführte schriftliche ZulerpumNrung.

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