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Der israelitische Volkslehrer · 1855-07-01 · Heft 7 (Juli 1855) · page 39

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 7 (Juli 1855)
Date
1855-07-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
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276 Ruudschau. ' Wir begebe» «s zur Begehung der dritte» Festlichkeit wieder nach Frautfurt zurück, zur Einführung des neuen Oberlehrers «userer Se»ei»deschule in sein Amt. Diese Feier hatte Montag, den?. Juli, MorgeuS v Uhr im AndachtSsäale unter Abwechselung von Gesang und Aeve»—e» sprachen der abgehende und eintretende Oberlehrer» zwischen beide» der Präses deS SchulratheH Herr Rütte» — statt. Herr vr. Heß führte, aus dem reichen Schatze einer 20jährigen Erfahrung über Schute, Lehrmethode. Lehrer und Schüler, seineu Nachfolger eis vollständiges Bild seines »eueu Wirkungskreises vor. Herr vr. Stern erwiderte mit bescheidenem Sinne und doch im Selbstgefühle seines neuen Amtes kurze, aber eindringliche Worte an Lehrer und Schüler, besonders an letztere in Herzgewinneuder Weise. Ueber seine Stellung als Oberlehrer an einer israelitischen Schule sprach er sich in trefiiicher Weise auS: Er werde nie aus den Augeu lassen, daß er zum Leiter einer israelitischen Schule berufen sei. Er wolle hier uicht untersuchen, ob eS nicht besser wäre, daß die Angehörigen eiueS und desselben bürgerlichen Gemeinwesen gemeinsame Schulen besuche» sollte», wo sie ohne Unterschied derConfesfiou zu Bürgern herangebildet würde». Er müsse die Dinge nehmen wie sie find; und als Oberlehrer einer jüdische« Schule werde sein eifriges Bemühen dahin gerichtet sei», daß die Kinder in der Religion der Bäter unterrichtet und erzogen würde». Man werde von ihm nicht voraussetzen, daß er dabei die Uebung äußerlicher Formen im Auge habe: aber daß die Kinder mit dem Geiste des ZudenthumS erfüllt und mit hoher Achtung für unsere Vergangenheit ausgerüstet würden, hieß werde er stets als eine heilige Angelegenheit erachten, und Gott werde ihm dazu, wie in dem Wirkungskreise, den er verlassen, so iu dem neuen, den er betreten, seinen Segen nicht versagen. — ES wareu dieß wohlth»ende Worte, die unser Nrtheil im vorigen Hefte bestätigten. m»d begrüße» wir, nach diesem Vortrage, Herrn vr. Stern mit erneuerter Hoffnung freudig als den Unsrigen. — Herr vr. Heß empfing vom Schulrath und de» anhänglichen Schülern schöne Ehrengeschenke, wohlverdiente Beweise seises vieljährigen bedeutsamen Wirkens. — Auch zwei audere, um die Schule sehr verdiente Männer haben jüngst ähnliche Beweise empfange». Herr Lehrer Leopold Beer, bei seinem 25jährigeu LehramtSjubiläum.uud Herr Lehrer Bech hold bei seiner Penfionirung nach 47jährigem. eifrigem und unermüdlich hingebendem Wirken. — AuS Bayer». Bayerische Zustände. (Mai.) Aus unserem engen - Daterlavde ist »icht viel zu berichte«; eS herrscht allenthalben Ruhe, und Ruhe ist res Bürgers erste Pflicht. Nur einige Variationen zu dem alten The»-, de« Lthrer-Ris5re sann ich heute zur' Rundschau liefern, dem das Wahlergebnis z« Abgeordnetenkammer, od Jude oder Keinjude daraus hervorgehe» wird 5. und etliche neuere Kleinigkeiten zum Schluß folgen sollen. — Iu Würzburg will die israelitische Gemeinde eine Art Philantropin. eine vieltlasfige höhere Schule gründen. Wird Herr Rabbiner Bamberger

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