Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1855)
- Date
- 1855-07-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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266 Aus anders Zeitschrift». Sekte theilt sich in mehrere Schattirungen, bezüglich untergeord- : neter Lehrsätze und äußerer Ceremonien. Sie betrachten sich als die wahre, von der Rikonischen Irrlehre verfolgte Kirche; in der Lehre unterscheiden sie sich nicht von der StaatSkirche. sondern nur in einzelnen äußerlichen Gebräuchen und bezüglich H^—^ Textes der heil. Schrift. Sie betrachten es als eine große Sünde, sich den Bart abzuscheeren — eine Ansicht, die früher von der StaatSkirche getheilt' wurde, weil ein Artikel des CanouS des EoncilS von Moskau von 155! erklärt, das Abscheeren des Bartes sei eine Sünde, die selbst das Blut der Märtyrer nicht abwaschen könne, und wer seinen Bart rasire, sei ein Feind Gottes, der unS nach seinem Bild erschaffen habe. Der stärkste Gegenbeweis, mit dem ihre Gegner ihnen antworten, ist der, daß ja das Weib, das keinen Bart habe, auch nach dem Bilde Gottes geschaffen sei. Die Vertheidiger des Bartes berufen sich aus die Stelle S. Mos. XXI. 5: „Sie sollen auch keine Platte machen auf ihrem Haupt, noch ihren Bart abscheeren." M8. Vergleich zwischen den Juden in Spanien und den Chinesen in Kalifornien- (Aus der Wochenschrift „der Orientale," welche zu Sau FranMo in englischer und chinesischer Sprache erscheint.) Historische Parallelen sind manchmal mehr belehrend, als schmeichelhaft. Nichts destoweniger wollen wir eS wagen, eine solche zu entwerfen. Am 17. April 1492 schlössen Ferdinand und Zsabella jene Verträge mit Columbus ab, welche ihn in den Stand setzten, seine ttste Seereise anzutreten. Was man immer von Ferdinand denken mag. so ist kein Zweifel, daß auf Zsabella's Geist die Vorstellung des Kolumbus sehr großen Eindruck gemacht hat, daß die Erreichung der weit entfernten Küsten von Cathay (China) und dle Ausbreitung der Herrschaft des Kreuzes daselbst der Krone mehr Ruhm und dem Herzen der Königin von Castilien mehr Freude bringxn würde, als die Einnahme von Granada. welche so eben bewerkstelligt worden war. Die Erreichung dieses großen Resultates wurve zu einem vorzüglichen Beweggrunde bei der Ausrüstung der Erpedition gemacht; und wer?ann zweifeln, Eine historische Skizze.