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Der israelitische Volkslehrer · 1855-07-01 · Heft 7 (Juli 1855) · page 30

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 7 (Juli 1855)
Date
1855-07-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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Au« avderv Zeitschriste». 267 daß während der langen Zwischenzeit von der Abfahrt deS Abenteurers bis zum Anfange des nächsten Frühlings daS religiösgesinnte Herz Zsabella'S, oft jener kühnen Geister gedachte, deren Erfolg zu einem ihren frommen Wünschen entsprechenden Re- ____sultat. geführt haben wurde? Jene Frühlingszeit kam und mit ihr der glückliche Entdecker. Die Rückkehr der Empfang — die Wiedereinschiffung zu einer zweiten Seereise, dies Alles ist den Lesern unserer Tage zu bekannt, und ist überdieß von den besten lebenden Schriftstellern zu malerisch geschildert worden, um eine Wiederholung zu bedürfen oder zu gestatten. Kolumbus segelte nun zum zweitenmale ab, und die gewaltigen Resultate, welche aus dieser zweiten Seereise entsprungen sind und noch daraus entspringen mögen, wer vermag sich dieselben vorzustellen! Wir dürften jedoch in gegenwärtiger Zeit, wo das Verhalteil des EeuMissariat-Depanemen vieler R^ch^ forschungen ist—Napoleons Ausspruch bewahrheitend : 5.« ventre tout reAlv — wir dürften uns vielleicht die Frage zu stellen erlauben, wie die Mittel zur Ausrüstung dieser zweiten Erpedition, die so viel besser, als die erste ausgestattet war, herbeigeschafft wurden? und wir werden finden, daß dieselben großentheilS von der Sequestration des den Zuven zugehörigen Eigcnthums genommen wurden, gegen welche daS Verbannungsdekret ungefähr 2 Wochen, ehe die zuerst envShnten Arrangements mit Kolumbus abgeschlossen worden waren, erlassen worden ist. Es wäre zu wünschen gewesen, daß eine solche''Erpedition, wie diese zweue war — so prachtvoll und so lustig, so voll von Hoffnung und Aussicht, so viel tauglicher zu dem ausgesprochenen Zwecke der Einführung des Christentums auf den Küsten Indiens — es wäre zu wünschen gewesen, daß die Mittel zu ihrer Ausrüstung auS andern Quellen als der Plünderung jenes verfolgten Stammes abgeleitet worden wären. Allein so war es; und die suri sscrs lames, welche in Spanien, wie überall sonst, die stehende Anklage gegen die Juden gewesen war, wurde bald in ihren gehässigsten Formen von den gewalttätigen gewissenlosen Spaniern selbst zur Schau gestellt. Die Juden wurden aus Spanien vertrieben, und warum? Hauptsächlich wegen der Eifersucht und religiösen Bigotterie Torquemada'S und seiner Mitinquisttoren. Diese hatten alle ihre gewöhnlichen Methoden, sie von dem Irnhume ihres alten Glaubens zu bekehren, versucht; und da sie alle ihre Mittel unzureichend fanden, forderten und erlangten sie endlich das Dekret zu ihrer Verbannung. ES war ein trauriger unp schimpflicher Tag für Spanien, jener 30. März deS Jahres 1492, WaS dar-

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