Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1855)
- Date
- 1855-07-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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262 Vlittheilung-u (worunter sie daS Kreuz verstehen) auf ihre Kleider machen sollen, — verglichen mit dem, was in erstgedachter Historie der Inquisition Pag. 93 erzahlt wird: den meisten unter ihnen (den zur Inquisition gezogenen Juden) wurde. Andern zum Erempel und Schrecken ein breites rothes Kreuz mit großen Strahlen auf einem gelben Kleide, welches sie San Benito nennen, und von den übrigen unterschieden, angethan. Solcherlei Kreuze auf den vermeinten Bußkleidern, welche die des Zudenthums verdächtig gewesenen und Büßenden in Spanien und Portugal tragen müssen, ist aber daselbst Pag. K54 ff. mit mehreren beschrieben worden. ü) „ES ist zwar eine bedenkliche Sacke, Rache schreien wider seinen Verfolger, von welchem man gewaltsamer Weise bedrängt oder auch wohl gar getödtet wird, weil man sich dadurch leichtlich an Gott und seinemNächsten versündigen kann; gleichwohl kannaucke in Schreienum Rache gerecht sein, wie es! M. 4, 10. von dem Blute Habels Heißt: die Stimme deines Bruders Blut schreiet zu mir aus der Erde und Offenb. Zoh. 6, 10.: „Da die Seelen derer, die gewürgt waren um des Wortes Gottes willen mit großer Stimme schreien: Herr, du heiliger und wahrhastiger, wie lange richtest und rächest Du nicht unser Blut an denen die auf Erden wohnen!" e) Christlieb selbst, der den Juden solche Flüche verargt, trägt kein Bedenken, sie öfters mir Flüchen zu belegen. Endlich l) Uebrigens wissen ja die Juden nicht nur d.".5 Wort des Predigers Sal. K. 10. 20: Fluchet dem Könige nicht in deinem Herzen — sondern auch ihrer Rabbiner in PirkeAbotb. K. 3 und Aboda Sora Pag. 410. »Bete für das Wohlsein der Königlichen Gewalt; denn wenn die Furcht vor der Königlichen Gewalt nicht wäre, würde einer den andern verschlingen." Sie wissen auch, was Jerem. K. 24, 7 an die zu Babel gefangenen Juden im Namen des Herrn geschrieben hat: Sucht der Stadt Bestes u s. w. daher ordentlicher Weise von ihnen nicht zu prä- Wmerrren ist. daß sie der Obrigkeit, unter welcher sie stehen und Schutz finden, fluchen, oder auch dem Staate, in welchem sie aufgenommen worden Gebeten, den Untergang anwünschen sollten. Sehr wahr und richtig! Und hat solches «Ach me Statt gefunden, vielmehr zeigten sie sich stetS dankbar wr den, auch nur sehr beschMkten Schutz. (Schluß folgt.)