Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1855)
- Date
- 1855-07-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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von vki. M. Drevfnß. 2S5 Sinnahme der Stadt aus derselben in5 feindliche Lager bringen, und suchte auf kluge Weise die Gunst des römischen Feldherrn zu gewinnen. Sicherlich haben aber auch die Messiashoffnungen, die in jenem Jahrhundert nicht nur in Judäa, sondern im ganzen Orient verbreitet waren, in dem Herzen des frommen Rabbi und seiner Schüler gelebt und zwar um so mehr, weil jene Zeiten zu den härtesten und schlimmsten gehörten, die je über Israel hereinbrachen. Je größer aber die Bedrängnisse der Zeiten waren, desto stärker traten die trostreichen Hoffnungen auf den erwarteten Messias hervor. — Wir finden aber im Talmud nicht etwa Spuren und Andeutungen, sondern klare Aussprüche, in welchen NUN' IN'ZNN als Werth und würdig Messias zu sein, ausgesprochen wird. Zn Traktat Sanhedrin 94, a. heißt es: r-NLP^? ^-'Ij?.—! 12 LNN LDINZN '21 ^2'! N'VO IN'sNN In demselben Traktat 99. a. heißt es: . 'N'PM 'Q'2 N^2tt 1220 ^1V^ N'WQ s'tt *?^N 'l Also auS verschiedenen, der Zeit nach weit auseinander gelegenen Zeiträumen — Bar Aapara ein Zeitgenosse des Rabbi Jehuda Hanaste, also gegen Ende des zweiten Jahrhunderts der gewöhnlichen Zeitrechnung, und Rabbi Hillel, ein Zeitgenosse des Rabbi Joseph, also im Anfange des vierten Jahrhunderts der gewöhnlichen Zeitrechnung — tritt uns die Anschauung entgegen, daß ln TND' IN'PM der Messias erkannt werden konnte, d. h. daß derselbe werth und würdig war, der Messias zu werden, und haben wir auch von Rabbi Zochanan ben Sackai selbst und von dessen Zeitalter keinen Ausspruch, der diese Anschauung als auch in seiner Zeit geltend constatirt, so hindert uns durchaus nicht anzunehmen, daß diese Anschauung eine uralte war, und zwar um so mehr, als mehrere messianische Prophezeihungen des ZesaiaS nach einer einfachen und natürlichen Eregese auf Hiskia zu beziehen sind*). In den letzten Worten des Rabbi Zochanan ben 5) Die Dignität HiStiaS zum MesstaS fließt auch auS einer anderen Anschauung von der Wirksamkeit dieses Königs, der ebenfalls im Talmud ausgesprochen ist. Zu Trakt. Sanhedrin 94. d. heißt es also: ^21M TlttN ^12 HlZN "P2P 1^2V "NS' MNN 01^2 7V7N VVV 2NN2O ^21N ^."1S2 PNX' 1-^ Nv .MLNNQ V221 ^O22 N22 N^N2 IN^N N11N2 POP V^L' ^72 V!NV7, N'2 2^N V.