Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1855)
- Date
- 1855-06-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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236 Zkudscha«. Lehre von der EinheitSotteS Einheit und Frieden »uter de» Menschen zu stifte», während diese hohen Güter durch Hirten, welche Zwietracht stiften und gehässigen Gesinnungen neue Nahrung gebe», mehr und mehr in der Menschheit verloren;u gehen drohen. — AuS Detmold. - Zur Berichtigung mehrerer Data (Vergl. Avril- Heft s. I.) bitte ich verehr!. Reracrion um Aufnahme folgender Punkte: 1 SS befinden sich im hiesigen Fürstenthum,, ohne 2 augenblicklich baufällige, 14 Synagogen (und mehrere Betkuben). Von diesen sind 10 tzigenthum der Gemeinden, hell, geräumig und dem heiligen Zwecke entsprechend. — 2. Bei der Halste dieser Synagogen find zugleich gesunde nnd angemessene Schuttocale. — Eine Reiseschule findet nirgends statt.—3. Für fast sammtliche Synagogen sind durch den Unterzeichneten gleichmäßige Synagogenordnungen eingeführt worden, Chor nach dem Goldberg scheu Werke, ein besonders abgedrucktes Gebet in deutscher Sprache für den Regenten uud das Land u. dgl. In Detmold bestehet vierstimmiger Gesang seit 1846 und werden, sowohl hier, als überall gelegentlich, besonders bei Trauungen und Coufirmationen deutsche Choräle gesungen- Auchsi;d bereits in mehreren Svnagogen die Hastarah übersetzt und ein deutscher Psalm sorgetragen. — 4. SS findet seit 1846. wo der Unterzeichnete angestellt wurde, eine jährliche Jnspection sämmtlicher Schulen statt. Es wird in denselben die Religion nach Jakobsohn'S Leitfaden und die biblische Geschichte nach Büdingens kleiner Bibel unterrichtet; ausserdem die gewöhnlichen Gegenstände. Knaben wie Mädchen nehmen seit vielen Jahren überall in der Regel daran Antheil, wie die Lavdesgesetze eS vorgeschrieben, besonders die Verordnung von l8t5. — 5. Ss oft s!s Lhunlich, ist bisher überall und gelegentlich bei Trauungen, Beerdigungen, Confirmationen u. s. w. Vortrag durch den Unterzeichneten gehalten worden, in Detmold an Festen und in gewissen Zwischenräumen an Sabbathen, außerhalb auch bei Gelegenheit der Inspektion am Sabbath. Aach ist die Konfirmation beiderlei Geschlecdts. obwohl nicht gesetzlich vorgeschrieben, vorgenommen worden. — 6. Wenn »un avch hin und wieder mehrere Lehrer in ibrer Ausbildung, der Zustand des Unterrichts und der Gottesdienst selbst noch Manches zu verbessern üdriz lassen, so gibt es jedoch selbst auf dem Lande recht gebildete und tüchnze Lehrer, auch in den Slemeutarfächern, und kann der Unterricht in fast alle« Schulen sich dreist dem iu deu christlichen zur Seite stellen. (Bei dieser Gelegenheit bemerke ich, daß zu Michaelis einige Lehrer, mit Rthlr. 60—S0. Gehalt, freier Station uud entsprechenden Aceidenzien angenehme Stelleu erhalten können.) - Auch ist ter tzulms wohl iu wenigen Ländern so gesund reformirt, als bei uns. da seit einer Reihe von Iahreu unausgesetzt vlel dafür geschehen ist, wie ans Nr. 24 u. 25 der allgem. Zeitung deS AudenthuwS vom Jahre 1851;u ersehen. - 7. Endlich find die Jsraelite. hier ,m Lande durchaus nicht arm zu nennen, weder an Geld, uoch au GeS. Me i«der Nnpartheiisch- und Wahrheitsliebende zugeben muß und auch der