Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1855)
- Date
- 1855-06-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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234 Recensioue». daS religiöse Gemüth nach einem Ersatzmittel verlangte, welches die Piutim hergaben, weßhalb in unserer Zeit naturgemäß die Piutim der Predigt wieder weichen mü^en. — Eigenthümlich ist die Schreibweise der Eigennamen, z. B. Zbn ESra. Abravanel, Bachja. Alscheikh. Scharira. Zbn Saruk u. dgl. So weit sollte die deutsche Gründlichkeit nicht gehen; in Betreff obiger Worte gibt es eine traditionelle Aussprache; sie sind hebraisirt worden, und sollten es bleiben. Man spreche daher: Aben Esra. Abarbanel, Bechai. Alschech u.s. w. Beweis hiefür -ist, daß manche jüdische Familien, die bis in die Gegenwart sich erhalten haben, wie z. B. eine Familie Abartanel in Berlin, sich in der neuen Sprachweise nicht mehr erkennen würden. — Bei der durchweg trefflichen Schreibart des Verfassers ist uns eine sonderbare Eigenthümlich keit aufgefallen, daß in dem Buche die Präposition unter immer mit zwischen verwechselt wird, z. B. S. 142: „zwischen den jüdischen Gelehrten war :c. der erste;" was uns ein Provinzialism zu sein scheint- — Diese Ausstellungen mögen dem geschätzten Verfasser beweisen, welche Theilnahme wir seinem Werke zuwenden. Die Gesinnung des Verfassers, als eines aufgeklärten Mannes, blickt an manchen Stellen, wenn gleich das Werk seinem Zwecke gemäß möglichst unparteiisch gehalten ist. klar genug durch. Wir machen besonders auf die vernunftgemäße Darstellung der „mündlichen Lehre" S. 69 aufmerksam. — Wir können das Buch wiederholt nur dringend empfehlen, und wird dasselbe, insbesondere zur Vermehrung des Wissens unserer Zugendlehrer, gewiß viel Gutes in Israel stiften. L. S. -GS<1 »».Rundschau. 'NNV^^'NNVVV^Z? Frankfurt a. M. - im Juni. — Unsere hiesige Gemeinde und die ,hr ,» Bildung und Gesinnung verschwisterte N-chbargemeinde Mann- H«M feiern an anfeinanderfolgenten Tagen zwei seltene Feste, indem am S8. d. M. die feierliche Grundsteinlegung;»r hiesigen Gemeiade-Syna. goge and am 29. die feierliche Yinw.ih-ng der Synagoge z» MiMNheiM «.unnde- «.rd. Der Himmel gebe j» b-iven Feste» seinen Segen'. Wir «er- ^""''t«» in unserem nächsten Hefte zurückkomme». - Am l- M.tr.tt. .« fuufzigst.» Jahre seiner »irlunzzreich.-Amtsführung.