Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1855)
- Date
- 1855-06-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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Receufioneu. 233 er die Bedeutung hat, daß die Tradition unmittelbar an den Pentateuch anreibe. S. 29. haben wir das Wort vermißt. S. 102 u. a. O. wird das Wort „Zehngebote" gebraucht, was aus unseren 'Schriften völlig schwinden, und dafür überall „Zehn Aussprüche" gesetzt werden sollte. S. lt>3 wird der Satz V'VV Nd^'V s^N V'OP mit: „Alles verdanken wir Gott, nur nicht die Gottesfurcht," nicht zu treffend übersetzt, indem jene Stelle die Freiheit des Menschen auf religiös-sittlichem Gebiete ausdrücken soll. S. 107 V^V^ N^NO für V'^PIV H^V- S. 116 ist das Wort tt^LV'I, mit Umsetzung des ^. durch t^VQ'U erklärt, während es einfacher von „Keometria« abgeleitet wird, und mathematische Gleichheit bezeichnen soll, indem hier das arithmetische und geometrische Verhälmiß verwechselt und das Wort in seinem Zahlenwerthe gleichsam ausgemessen wird, so daß eS mit dem correlativen Worte congruirt. S. Iis wird „ChsnsRjs b-n. Chiskia" unter den hervorragendsten Gefchichtschreibern genannt, was wir sür überboten halten. Die Talmudisten haben durchweg für die Geschichte als solche gar nichts geleistet. S. 144 wird behauptet, daß die Geschichte keinen großen Fortschritt erzähle, wobei Israel nicht betheiligt wäre — dieses scheint uns, so allgemein hingestellt, eine kühne Behauptung, welche die Jugend leicht zu Mißverständnissen führen kann. S. 248 ist lSLÄ durch grammatische Auffassung und L^»^ durch moralische Auslegung übersetzt, was abgesehen davon, daß bei letzterem Ausdrucke das Wort ethisch an seinem Platze war, an stch nicht zutreffend ist, indem in jenen beiden Auslegungsweisen daS Einfache und das Gesuchte einander entgegen stehen. S. 298 sollte Uriel Akosta gar nicht, oder tiefer eingehend erwähnt werden. Das, ohne nähere Bedeutung gebrauchte Wort „Freidenker" scheint uns in einem Buche für die Zugend leicht irreleitend. Auch Spinoza ist nicht aus seinem System heraus gewürdigt, und dieses muß. wenn jener Philosoph überhaupt unter den Unseren genannt werden soll, der Zugend, wenn auch in allgemeinen Zügen, geschildert werden, damit sie gegen den Zrrthum gewassnet werde. S. 326 heißt es: Bibelerklärung ohne frommen Glauben gleiche einem Himmel ohne Sterne; hier aber ist gewiß der fromme Glaube der Himmel, an welchem die bibelerklärenden Gedanken als Sterne erscheinen. S. 328 erscheint unS daS Wirken Johlson's zu wenig gewürdigt. S. 337 wird gesagt, daß die Piutim die Predigt verdrängten, während es historisch umgekehrt feststeht, daß, nachdem die Predigt aus den Räumen der Synagoge entschwunden war,