Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1855)
- Date
- 1855-06-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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it» der heiligen Schrift. 225 Name Salomon's*); bald behaupteten sich beide Namen neben einander, wie Jacob und Israel**), Gideon und Jerubbaal, letztere werden sogar mit einander zusammen gebraucht (Richter 8, 35). Bei mehreren Personen wird die NamenSveränderung mit oder ohne deren Veranlassung ausdrücklich mitgetheilt ***), bei andern sind wir zur Annahme eineS nachträglichen Namenswechsels berechtigt^). In späterer Zeit wurden manchmal die Namen der Fürsten bei ihrer Thronbesteigung verändert, doch *) Kimchi in seinem Kommentar zu 2. Samuel 12, 24 u. 25. stellt, veranlaßt durch die Worte 1. Chron. 22, 9.. die Ansicht auf. Salvmon sei der im Auftrage Gottes, Jedidjah tcr von David aus eignem Antriebe gegebene Name. Allein nach dem einfachen Sinn 2. Sam. j. e. nennt David, nach dem k'ri Bathfeba, das Kind Salomen (Friederich) und Nathan «ab nachher im Auftrage Gottes dem Kinde den Namen Je, didjah (Gottlieb). Cf. Winer l. l. Artikel «Name." Ewald l. l, 3- Bd. Tiö Ättltt. 1. — **) Daß wo ein ganz neuer Name zu dem alten hinzutrat, beide neben einander sich behaupten konnten, hingegen wo nur eine geringe Namensumänderung erfolgte, der veränderte Name allein stcd erhielt, ist sehr erklärlich. Dennoch wird im Talmud (Ber. 13, a.) de? Versuch gemacbt, dieser natürlichen Sitte Gesetzeskraft zu imputiren; doch scheint dieser Auslegung keine halachische Gewalt eingeräumt worden zu sein, da sie, obwohl kein Widerspruch sich dagegen erhob, nicht zum Gesetze von den Rabbinen sanctionirt wurde. — Die spätere rabbinische Zeit verwechselte Grund und Folge, so daß gegen den einfachen Sinn der Bibel dem Namenewechsel die SchicksalSveränderung zugeschrieben wird, anstatt in der Umwandlung des Geschickes die Ursache des abgeänderten Namens zu suchen. Im Talmud selbst (kosen IlaseliaitA!6, d.) findet sich zwar '125? (Namensveränderung) unter den Dingen aufgezahlt, welche die Adwentuna. eines bösen Verhängnisses erwirken können; aber wir dürfen dort den Austruck nicht angstlich wörtlich auffassen, sondern haben an die Umwandlung des RuseS dabei zu denken. .(Cf. k. Samuel EideleS in seinem Commentar dort.) Altein schwer zu beklagen ist es, daß die spatere Praxis für Kranke die Wahl eines andern NamenS, welcher durch den Zufall des Aufrollens der Tora gesucht wird, als ein RettungSmittel savctionirte, so daß man — norridils äietu — sich erkühnt, zu Gott zu sprechen: V. wenn Du über den Jakob den Tod beschlossen hast, nun er heißt jetzt Moses" u. s. w. Solcher Gott lästernde Aberglaube sollte aus der Synagoge gebannt werden: VN2 Uebrigens herrschte der Aberglaube, daß der Name Einfluß auf das Geschick habe unter andern Völkern: rwwen üt omen. (f.OL^r. v« 6ivin. I. 45. (Zrwä Lävm ir» äeleetu consules odssrvant, ut xrimus milvs Üat dono uow!ue. ^) Ldu Lsra zu 1. Mos. N, L6. nimmt an, daß Beleg diesen Namen erst am Ende seines Lebens erhalten habe 7-^77 dNsAV? t^OdUV Lsr» giebt sogar einen andern Grund zu dieser Benennung an, als die Bibel aufstellt, iudem er vermuthet, der Name, welcher