Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1855)
- Date
- 1855-06-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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220 Ueber Mutterschaft im Iudenthume denthum die Zulassigkeit der Fürbitte anerkenne; von dieser aber zu einer Mittlerschast ist noch ein sehr weiter Weg. Ein Kiüd bedarf bei seinem Bater keines Mittlers; doch kann und soll deßhalb immerhin ein Aind für das andere beim Vater Fürbitte einlegen. Diese schließt das inniakindliche Verhältnis. daS zwischen uns und unserem himmlischen Vater besteht, nicht aus, sondern ein. Eine Mittlerschast aber beeinträchtigt jenes Verhaltniß geradezu, alterirt das Wesen des Zudenthums, welches ein unmittelbares Verhaltniß zwischen Gott und dem Menschen aufstellt, welches lehrt, daß nur die Sünde treten könne zwischen uns und Gott (O^N2Q 1'N OI'NNP Jes. 59, 2.), welche Scheidewand aber auch vor den Bekehrten einstürzt: „Kehret zu mir. und ich kehre zu euch zurück!" —Der Vermittelnng bedarf es nicht. — WaS nun das erbliche Priesterthum betrifft, welches allein befähigt war, die Opferhandlunzen und die damit verbundenen Segnungen zu verrichten, ss war ja ursprünglich das ganze "ZS^'zum Priesterthume (Q^NI ZT'Q^VV) berufen, weßhalb bei Einsetzung des PesachopferS von keinem Priester die Rede ist, sondern: „die ganze Gemeinde Israel soll es verrichten" (^2 *?dNV' N"P). Hier ist der eclatanteste Beweis gegeben, daß die mosaische Lehre eine Mittlerschaft nicht anerkenne; denn es handelt sich hier von dem bedeutungsvollsten Opfer, dem Bundesopfer, und das sollten die Israeliten selbst darbringen*). Erst nach dem Abfalle Israels von Gott, tritt das erbliche Priesterthum mit dem dazugehörigen ausgedehnten Opferritus auf; aber selbst dann ist der Priester kein Mittler, der auS eigenen Mitteln und Verdiensten etwas hinzuthue, sondern lediglich das Organ, durch welches die, auf dem niederen Standpunkte, worauf die Israeliten durch ihren Verfall zum «r> ,^ - ' Einsetzung des Priesterthums blieb, als Rest und??a? e " ursprünglichen allgemeinen PrieüerthumS. die Sitte, daß ^. von den Israeliten geschlachtet wurde, die zu dieser Function »ach Ädthe»lungen in die T-mpelbalie zuqetaffen wurden. Freilich bringt der Talmud danut den Grundsatz, daß die Opfer überhaupt durch Nichpriester geschlachtet werden durften (M'MZ "»52 7!l2'NV), in Verbindung. Allem die Sitte ist hier maßgebender, als das Gesetz; und daß die Gewohnheu sich „hle t. das P-sach selbst zu schlachten, und nun so viel Fung»reuve im Tempel waren als Dardrinqenve. ist ein Beweis, daß der ur- ^? nn-n 5ch f-r.-