Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1855)
- Date
- 1855-05-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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tAÜ Bericht über das neue Gebetbuch 1. Zn dem neuen Gebetbuche sollen alle bisherigen Verbesserungen im öffentlichen Gottesdienste geordnet, erweitert und zu eonsequenter Durchführung gebracht werden. Es ist dabei den beiden Sprachen, der hebräischen und deutschen, eine gleiche Berechtigung einzuräumen. —^?."DaS"hebräische Gebet bestehet, unter den weiter folgendenModificationen und Abkürzunzen, auS den Hauptbestandtheilen deS bisherigen hebräischen Gebetbuches. 3. Auszuscheiden sind die Gebete und Gebetstellen, welche durch die Religionsverfolgungen im Mittelalter und den damals auf den Juden lastenden schweren Druck hervorgerufen wurden. 4. Auszuscheiden sind ferner alle Piutim für die außergewöhnlichen Sabbathe und die drei Hauptfeste^-fur-Neujahr «nd— Wersöhnungstag soll eine mäßige Auswahl derselben aufzensalmen werden. 5. Die Gebetstellen oder Gebete um Wiederherstellung-des Opferdienstes oder um Zuruckführung nach Palästina sind, mit Ausscheidung dieser Bitten, abzuändern, doch sollen die verbesserten Formeln und Einfügunzen sich dem herkömmlichen Wort^ laute möglichst anschließen. 6. Die betreffenden differirenden Gebete sind möglichst der stillen Andacht zuzuweisen. Die verbesserte Form ist mit der Aufschrift „Frankfurter Ritus" zu versehen, neben derselben aber die ältere Fassung mit aufzunehmen. 7. Unter dem Hebräischen ist der Inhalt der Gebete in fachgemäßer Bearbeitung in deutscher Sprache wiederzugeben. 8. Die deutschen Gebete und Gesänge bilden einen selbstständigen Theil des^Gottesd Lenstes und sind. Dem ent sprechend, in'S Gebetbuch aufzunehmen. S. Die deutschen Gebete sollen einfach gehalten, biblischen Inhaltes, vorzugsweise den Psalmen entlehnt sein, und die Religionswahrheiten, unter Geltendmachung deS bezüglichen gen der liturgische« Commisfiou eine so schöne Harmonie und Einigkeit kundgegeben, daß ich gerne meine frühere Fassuna da und dort ssfgsb, s-d di« Punkte hier aufnehme, wie sie aus den Beschlüssen der liturg. Kommission hervorgegangen find. — L. S