Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1855)
- Date
- 1855-05-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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für die neue Hauptstznazoge;s Frankfurt a. N. cher Bielen droht verloren zu gehen, wenn sie, wie bisher, aller gotteSdienstttchen Anregung entbehren. ES ist dabei vorzüglich die erwachsene israelitische Jugend im Auge zu behalten, welcke, gehöre sie den Wissenschaften, dem Kaufmannsfache oder Künsten und Handwerken an, in hiesiger Stadt religiös wahrhast verwahrlost dasteht. Sollte daher früher oder später die Einrichtung eines Sonntagsgottesdienstes beliebt werden, so würden wir dabei zwei Dinge im Auge zu behalten haben. Einmal, daß derselbe sich lediglich als eine Erbauungsstunde dhne allen festtäglichen Character ankundige; dann, daß derselbe vorzüglich als zur Belehrung der erwachsenen Jugend eingerichtet, betrachtet, und dieses unterscheidende Merkmal genau und gewissenhaft im Auge behalten werde. In diesem Falle nämlich erschiene die neue Einrichtung nicht als eine Rivalin, sondern als eine zweckdienliche Ergänzung des Sabbathgottesdienstes, indem dieselbe auf eint besondere Altersklasse berechnet wäre, deren religiös-sittliche Bedürfnisse eine ganz vorzügliche Würdigung verdienen. — Ein ahnlicher Gottesdlenst besteht in Wien für die dortigen zahlreichen jugendlichen Genossen deS Gewerbstandes mit dem besten Erfolge, und ist für denselben ein eigener Prediger bestellt. — Die Bestandtheile einer solchen Erbauungsstunde würden sein: ein einleitender Gesang, Vorlesung einer Bibelstelle, Erklärung derselben, Religionsunterricht in Form von Betrachtungen über die höchsten Religionswahrheiten — mit einem Worte, vorwaltend Belehrung, wie solche der Jugend Roth thut. Etwa noch einzuschaltende Gebete können leicht dem deutschen Theile des Gebetbuches entnounnen werden, und ist eS daher unnothig, dafür eine besondere Rubrik in dem Gebetbuche zu eröffnen. AuS dieser Darstellung der religiösen Zustände und Bedürfnisse, wie sich solche aus der Erfahrung sowohl anderer Gemeinden als unserer eigenen zu erkennen geben, erfließen folgende Resultate, reSp. Anträge, welche ich der löblichen liturgischen Kommission ergebenst unterbreite*): *) Die Anträge, wie fie hier folgen, weichen in unwesentlichen Momente» von der ursprünglichen Fassung ab. CS hat sich aber bei den Berathun-