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Der israelitische Volkslehrer · 1855-05-01 · Heft 5 (Mai 1855) · page 27

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 5 (Mai 1855)
Date
1855-05-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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Bericht Sber HaS «e»e Gebetbuch Sammlung des SemütheS «ach derselben; Gebet für Gemeinde «u5 Obrigkeit; deutsches Kadisch, Schlußgesang. — Wir dürfen nun aber die Besprechung dieser Fraction nicht verlassen, ohne auch hier eine» wichtigen Gegenstand der Erörternng unterbreitet zu h^bes. Aus der Mitte nämlich dieses TheileS unserer Gemeinde wird oft der Wunsch nach Abhaltung eines Gottesdienstes am Sonntage laut; es giebt jedoch hier gar Manches zu erwägen. Vor Allem ist der Sabbath das wichtigste Moment iu^^^eMvnsgesetzlichen Leben deS MosaismuS, und es darf nicht vergessen werden, daß in den Augen aller gläubigen Israeliten mit der Einrichtung eines Sonntagsgottesdieustes sich die Furcht verbindet, es möchte durch solchen die Autorität deS Sabbaths mehr oder minder verkürzt werden. Dabei ist im Interesse des Synagogeulebens, wie wir so eben erwähnt, sehr zu wünsche», daß der Synagogenbesuch fich nicht auf verschiedene Gottesdienste vertheile, sondern, wie unsere alten Religionslehrer andeuten, ^2 N"NN 0Z? 2*0 ,in der Fülle des Volkes der Herr verherrlicht werde.« Es ist aber gar sehr zu bezweifeln, ob überhaupt oder gar für die Dauer zwei feierliche Gottesdienste in der Woche durch zahlreichen Besuch verherrlicht fein möchten? Einer von ihnen, oder durch Trennung des gemeinsamen Lebensstromes wohl beide, möchten mit der Zeit im Sande der Gleichgültigkeit fich verlieren. Dazu Lommt weiter der Umstand, daß die Feststellung der gottesdienstlichen Stunde am Sonntage ihre große Schwierigkeit haben wird. Des Vormittags nämlich wird auf den Du- Teau? gearbeitet; und sollte da eine Stunde fik den Gottesdienst abgemüßigt werden können — warum, fragen wir, nicht lieber am Sabbathe selbst? — Des Rachmittags aber, welchen die Leute, namentlich die jungen, auf Erholung und Vergnügung zu verwenden pflegen, wird es, besonders da dem Sonvtagsgottesdieaste das herkömmliche Ansehen, die zwingende Weibe fchlet, schwer fallen, einen ueuen Gottesdinrst zu begründen oder gar «auf die Dauer zu erhalten. Auf der anderen Seite muß erwöge» werde«, daß wir verpflichtet sind, dem religiösen Bedürfnisse, wo e« fich immer tuud gibt, emgegen zu kmmeu. So heilig der Sabbath ist, so ist doch noch heiliger der Glaube an Gott, wel-

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