Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1855-04-01 · Heft 4 (April 1855) · page 34

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 4 (April 1855)
Date
1855-04-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3129675-3129718-3129722--1117-3131727
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

,?or» «wkM»* sto. ^lS7 lichen Offenbarung erscheinen. — Ueber die fünf letzteren Aussprüche nachdenkend, und den Ideen dieser heiligen Grundbestimmungen für die Menschheit nachgehend, haben wir in ihnen unter Gottes Beistand die Bezeichnung und den Ausdruck für die umfasscndstc Psiich:5n!:hr2 gefunden; wobei uns, wie bei der Erörterung' der^zehn Aussprüche überhaupt, die Absicht leitete, daS Gemüth der Jugend mit?iner reichlichen Fülle des göttlichen Gebotes auszustatten, um einerseits dem verstandeskühl^n Tugendstolze den Wahn zu benehmen, als sei es so leicht, dem göttlichen Gebote Genüge zu leisten, andererseits dem fanatischen Dünkel der Werkheiligkeit zu zeigen, daß der Schwerpunkt und die Schwere des göttlichen Gesetzes nicht in der Uebung der äußerlichen Bräuche, sondern in der Heiligung des inneren Menschen liege. — Nichts desto weniger hat uns das Verlangen beseelt, dem Ceremonialge setze überhaupt, in der Einleitung zum dritten Kapitel, seine hohe Bedeutung und Wichtigkeit zu vindiciren, und deßhalb insbesondere beim vierten Ausspruche den Sabbath- und Festtagen, den dabei vorkommenden Gebräuchen, dem öffentlichen, wie HauSgottesdienste, nach ihren einzelnen Theilen erörtert, einen weiten Raum einzugeben und diese Momente als die sicherste Basis aller Rel'gionsübung hinzustellen. Bei allen diesen Gegenständen, sowie durch daS ganze Buch, wurden dem Terte, für Lehrer und Lernende, reichliche Anmerkungen hinzugefügt, indem es unser sehnlichster Wunsch ist, durch dieses Buch, wenn eS auch nicht allen Schülern zugänglich gemacht werden könnte, doch den Lehrern Stoff und Anregung zum Denken darzubieten, und auf diese Weise mittelbar der Jugend Israels nützlich zu werden. — In der Darstellung waren wir bestrebt, die Sprache durchgehends a!S eine gehobene zu halten; indem uns der hausbackene Ton, welcher kühl und kalt läßt, nicht geeignet erscheint, die Religion bei der Jugend und die Jugend durch die Religion zu heben. Da wir uns überall nach Kräften der Klarheit beflissen haben, so glauben wir, daß für Kinder, welche durch wahrhaft gebildete Lehrer zum Denken geweckt sind, der Ton des Büches ganz entsprechend gehalten sei. Dieses Religionsbuch ist zunächst für Konfirmanden bestimmt, doch so gehalten, daß es zum Unterricht für reifere Schüler überhaupt, namentlich in höheren Lehranstalten, sich nützlich erweisen möchte. Zur besonderen Genugtuung und reichlichsten Belohnung soll eS aber dem Verfasser gereichen, wenn das Buch auch erwachsenen Israeliten zu Belehrung nnd Erbauung dienen wird, indem die Erhabenheit unserer ReligionSge- V- IS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.