Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 4 (April 1855)
- Date
- 1855-04-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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und die Bedeutung des Borbeters. sammlungen allgemeine Norm geworden sind; ja es ist wahrscheinlich, daß die eigentliche der 2"N2tt zunächst bloß eine AWenz-Vertretung des gesammten Israel bei der Opferhandlung wollte und daß die Gebetversammlungen der NQPQ 'l?25< außerhalb Jerusalems erst eine Folge weiterer Entwicklung gewesen sind, worauf die Mischnah in Taanith ziemlich deutlich hinweist. Das traditionelle tH^ON T^I^SN (Tractat Ber. 26, 6.) findet dadurch erst seine volle Begründung und rechtes Verständniß. Auch ist der Ausdruck VN'VN anstatt, wie man erwarten sollte, 7W21s>*IU2 hiernach recht klar und bezeichnend, da die 'NN zu Jerusalem, für welche zunächst und ursprünglich die M^SN geschaffen wurden, zu gar keine Versammlung hielten, (s. Bartenora zn Megilla 4, 3.) — Zugteich erhält die Meinung des p'Itt"! (Misch. Ber. 4, 7.). wonach die HNO Z—;*?2N überhaupt eine minder strenge Verpflichtung sei und welche auffallenderweise, außer sehr gezwungen _b^ 7-». nirgends auch nur einen Erklärungsversuch gefunden, hierdurch Licht und Grund. — Noch eine andere uralte Einrichtung unseres öffentlichen Kultus, nämlich bei den V'dN'p zur Tora regelmäßig ll'2N2 und O^bNN' vortreten zu lassen, was sich durch das ')2Q (Mischn. Gittin 5, 8.) keineswegs erklärt,"da dieser Grund nur für die Rangordnung ausreicht, insofern alle drei Klassen zur 7!^ gelangen, findet durch Obiges ihre hinreichende Erklärung, indem die zu Jerusalem, bei welchen zuerst die N"Nj) als gottesdienstlicher Bestandtheil eingeführt wurde, aus eben jenen drei Klassen gemischt waren und gemischt sein mußten, die alle Ansprüche auf die N'5j? machten. Daß übrigens das Institut der eine Schöpfung der Z'7l25-5 war, ist nicht schwer zu erkennen. Zwar schreibt Maim. (VNZ?Q7! ^2 6, 1.) diese Anordnung den O^MliN zu, und mit ihm stimmt die Leseart mancher Mischnah-Edition überein, welche lautet (Taanith 4, 2.) N"2 ll'ZIVttl O^22 V'Z?NN r-NNVj?Q; allein diese Leseart ist offenbar korrupt, da nach der Tradition die S'Zü5sN L2'tt'22, worunter Samuel und David verstanden werden, bloß die Eintheilung der Priester in 24 Wachabtheilungen angeordnet, wie aus der Gemara (Taau. 27, 5.) mehrfach erhellt und wie Maim. selbst (a. a. O. 4, 3.)