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Der israelitische Volkslehrer · 1855-03-01 · Heft 3 (März 1855) · page 35

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 3 (März 1855)
Date
1855-03-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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IRI
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8od»dkl voaolo. der Einrichtung deS LeibeS.) Der Mensch hat nur Verstand und Vernunft und Sprache vor dem Thiere voraus, aber sein Leben unterliegt denselben Bedingungen. (Die Stelle S. 5, Mitte erscheint unS nicht ganz klar.) Mit der Gottheit, die keine körperliche Bewegung oder Begränzung hat, findet hier keinerlei Ähnlichkeit statt. Diese kann nur in der Anschauung seiner höhern Bestimmung gefunden werden. Zunächst in der Allmacht, indem dem Menschen eine größere Macht verliehen worden; dann in der Allwissenheit, durch einen gewissen Grad von Erkenntniß und Einsicht; dann in der Vorsehung, durch die Pflicht der Vorsorge; dann in der Gerechtigkeit, durch die Pflicht, Recht zu üben; dann in der steten Schöpferkraft, durch seine Betriebsamkeit und seinen Kunstfleiß; ja sogar in der Unerforschlichkeit, durch das tiefe Geheimniß, das Leben und Seelenthätigkeit verhüllt. Dessenungeachtet ist des Menschen Wesen weit von der göttlichen Unendlichkeit verschieden.— Eine besondere Verschiedenheit ist dem Menschen angeschaffen, indem ihm auch die Neigung zum Bösen zuertheilt worden, damit er fortwährend den Kampf zwischen Gutem und Bösem durchzukämpfen habe. Die Leidenschaften dienen zu seiner Prüfung. Ohne diese Kämpfe hätte das Leben des Menschen für ihn selbst keinen Werth. (Dieser an sich sehr richtige Gedanke, ist hier unklar behandelt.) Dagegen ist der Mensch zugleich ein Ebenbild der Welt, wodurch sich das Wir rechtfertigt. Der Kopf ist der Himmel, der Sitz eller höhern Kräfte. Die Augen gleichen der Sonne und dem Monde, die Nase (beide Löcher), die Ohren, der Mund gleichen den 5 Planeten. (Wir vermögen diese Gleichung nicht zu erkennen.) So gleichen mehrere körperliche Beschaffenheiten denen der Gesammtwelt; namentlich die vielen guten und bösen Eigenschaften. Die Durchführung dieser Punkte ist zum Thei! geistreich zu nennen, obwohl wir heutiges Tages darüber die Achseln zucken müssen. Am Bemerkenswerthesten ist der Versuch, die Astrologie und Weissagung aus äußern Erscheinungen am Menschen zu rechtfertigen. Am Wichtigsten erscheinL uns der Gedanke, daß so wie die Gottheit die Welt trägt, nicht umgekehrt, so auch der Geist den Korper, nicht, umgekehrt; folglich der Geist auch ohne den Körper, welcher verweset, fortlebt. Der Geist, die Seele ist der eigentliche Mkrokosmos, ähnlich dem ewig lebenden Alskrokoswvs, der durch die Welt, wie jener durch den Körper, in die Erscheinung tritt.

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