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Der israelitische Volkslehrer · 1855-03-01 · Heft 3 (März 1855) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 3 (März 1855)
Date
1855-03-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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^<_ »-.^_^..^ »v^» v»r VN Zuden und Zudenthum so erfreulicher Art laut geworden, daß wir nicht umhin können, im Interesse deS Glaubens und zum Vonheile der Geschichte, in unseren Blättern davon Act zu nehmen. Bereits hat wohl ^iner unserer verehrlichen Korrespondenten im vorigen Hefte daS günstige Resultat jener Verhandlungen mitgetheilt und gewürdigt; allein die Verhandlungen selbst geben so erfreuliche Gesichtspunkte, daß wir überzeugt sind, unsere Leser wissen uns Dank, wenn wir ihnen dieselben, soweit sie unsere Sache betreffen, nach den. durch die Güte unseres Freundes, des Landiagsabgeordneten Vr. Morgenstern uns zugegangene stenographischen Berichten ausführlicher mittheilen. — Den Reizen eröffne, in der allgemeinen Debatte über daS Wahlgesetz, Herr vr. Morgenstern selbst. Dieser talent- und gesinnungsvvlle Mann ist ein Opfer seiner Gesinnuugstreue geworden, und er, einer der tüchtigsten Juristen, steht jetzt im Begriffe, da ihm, dem Oppositionsmanne, eine Advokatur nicht in Aussicht steht, seine bisherige Karriere zu verlassen, um als Eon« sulent in das Geschäft eines befreundeten jüdischen BanquierS in Nürnberg einzutreten. Nm so mehr wird eS unsere Leser interressiren, diesen charaktervollen Mann auS seinen eigenen Worten kennen zu lernen. Er spricht: »Meine Herren! Sie begreifen wohl, in welch eigenthLmlicher Lage ich mich befinde, indem ich über diesen Gesetzentwurf das Wort ergreife. Nicht blos meine politische Anschauung, die ich als bekannt voraussetzen darf, sondern auch meine Geburt ist eS, die mich im Augenblicke an gar Manches erinnert, waS meine Lage, wenn Sie wollen, nicht sehr beneidenSwerth macht. Zch kann diese meine Lage am besten schildern, indem ich Ihnen eine kleine Erzählung über einen Borfall gebe, der sich in einem bayerischen Landstädtchen einmal zugetragen hat. Zn einem Landstädtchen wurde beschlossen, eine Landwehr zu errichten; es wurde mir großem Eifer an die Ausführung dieses Beschlusses gegangen. SS war Alles geordnet bis auf die Musik. Man wollte natürlich auch eine Landwchrmusik haben, und von allen Seiten wurde zusammengetrommelt, waS nur irgend eine Trompete blasen konnte. Wenn auch die «raste schwach waren, so hatte doch der Eifer 7»

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