Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1855)
- Date
- 1855-02-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3129675-3129718-3129720--1037-3131645- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
80 Rundschau Rabbiaer-Coaferenzen mit seinem Besuche beehren wird. - Auch der tüch. tige »nd gefinuuugSoolle Oberrabbiner Low zu Szegedin hat uns dieselbe Zusage gemacht. — Es ist alle Ausficht vorhanden, daß das von der Rabbiner-Confereuz begutachtete Gebetbuch von den deutscheu Gemeinden Nordamerikas wird angenommen werden. - Es ist dieselbe, Nebel zerstreuende Sonne, welche hier und dort leuchtet; vertrauen wir dem unaushaltsamen Siege deS LichtS? — Mannheim, im Februar. - Ja unserer Gemeinde zeigt sich seit dem Beginne deS SynagogenbaneS eine neue lebensfähige Kraft, welche, tief im Gemüthe wurzelnd, herrliche Früchte zu treiben verspricht. Der leidige Ardiffereutismus mußte, bis.auf wenige Ausnahmen, weichen, und Alles ist ergriffen von dem immer tiefer gefühlten Bedürfnisse, dem Gottesdienste eine der Zeit und dem neuen, prachtvollen Gotteshause entsprechende Gestaltung zu geben. — S-iL vier Jahren wird an dem Neubau der Synagoge gearbeitet, überwacht und mit rühmlichem Eifer und unermüdeter Ausdauer geleitet von ner besonders hiezu ernannten Baukommission, welche weder Zeit noch Mühe scheute, das lhr geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen. — Die Synagoge ist nun. bis auf einige kleinere Theile. bereits vollendet und steht da zur Zierde der Stadt, zur Ehre der Baumeister und Bauiuspektoren, und zur Freude der ganzen Gemeinde und jedes fühlenden Israeliten. Sie ist im byzantinischen Stile erbaut; ihreFa^ade und ihre ganze äußere Erscheinung ist wahrhaft imponirend. Der innere Raum und die innere Ausschmückung übertrifft noch die Erwartungen, wozu der äußere Anblick berechtigt. — Einfache, aber tunstunv geschmackvolle Malerei ziert Decke und Wände ohne überladen zu sein, bietet diese einen freundlichen unv wohlthuenden Anblick. Drei prachtvolle Kuppeln bitten die Decke Besonders imponirend, wegen seiner bei aller Einfachheit majestätischen Gestaltung ist der heilige Schrein — er ist ganz von Marmor, ohne alle Goldverzierungea. Zm Innern ist nicht, wie sonst, ein gewöhnlicher Schrank, in dem die Thorarotlen gechürmt auf einander stehen, sondern ein kleines Zimmer, in welchem dieselben balbkreiSsörmig geordnet nebeneinander ausgestellt find. — Die Beleuchtung ist durch Gas, nicht mit Hangenden Lichtern. sondern mit stehenden, acht vergoldeten w Fuß hohen prachtvollen Kandelabern. Auch ist für Heizung durch Gas tz?orge getragen. — Diesneue herrliche Synagoge erregte allseitig den Wunsch, für dieselbe einen Rabbiner auzuilellen. der sowohl durch einen ernsten Witten, als durch die ihm innewohnende Energie und Fähigkeit im Stande ist, em-u dem Gotteshause würdigen und entsprechenden Gottesdienst einzuführen. - Der Svnagozenrath hat, diesem allgemein geäußerten Wunsche Rech- »»°S tragend, de» ftüheren in Bruchsal, Ihren Freund, Herrn Gemeindeleben so wichtigen Stelle berufen. Der s-lde hat bere»tS diese angetreten und in seiner von allen Partheieu mit «u-