Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1855)
- Date
- 1855-02-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Zkttbschz». St getheittem Beifalle aufgenommevenen Antrittspredigt seine Richtung Rud seine Abfichtes klar und ehrlich der Gemeinde mitgethellt, was Vie freudig??! Gesinnungen noch steigette, womit der treffliche Mann hier erwartet wurde. — Die Einweihung der Synagoge wird zwar erst im Monate Mai statt finden, jedoch hat der neu ernannte Rabbiner in Verbindung mit dem Sysagogesrattze einzelne Reformen eingeführt, wahrscheinlich um die Gemeinde, welche bisher nur an die althergebrachte Ordnung gewöhnt war, für die neue Ordnung vorzubereiten. — Er hat nach unserer Anficht Wohl daran gethan, denn eS macht bei uns in deu gottesdienstlichen Einrichtungen die Gewohnheit sehr viel aus — sobald der Jsraelite öfter in der neuen Weise dem Gottesdienste beigewohnt, wird dieser ihm beliebt, erhält für ihn bald die Autorität, welche dem Ganzen die nöthige Weihe giebt. — Diese erwähnten Reformen beschranken fich vorerst auf den Sabbath- MorgesgotteSdienst. Das Aufrufen beim Namen, sowie der jedesmalige Aliscdedarscn für den Aufgerufenen haben aufgehört, dafür spricht der Rabbiner am Schlüsse einen deutschen Segen für alle zur Thota Gerufenen» Diesem folgt eine Paraphrase über den Tboraabschnitt, wenn nicht gepredigt wird. — Sodann die klzckrara mit Vor- und Nachsegen in deutscher Sprache. Vis)' bleiben weg. — Hierauf Gebet für Vaterland und Gemeinde deutsch. — ^1^55 VerSweise respondirt. Die Siebensprüche werde» nicht wiederholt, sondern gleich laut vorgetragen; 12'N^?t<2 wird respondirt; N"!Tj?7! SILZ bleibt weg. DaS iZ^Zj-Gebet wird deutsch vom Rabbiner vorgetragen und der Sabbach-Psalm respondirt. Wir betrachten diese Einrichtung als Vorbereitung für den neuen Gottesdienst in der neue» Synagoge, welcher von einem, achtzig Sänger und Sängerinnen zählenden Chore und der Orgel verherrlicht, ein wahrhast erbauender, begeisterungSfähiger werden muß. — Wie wir hören, soll der geniale Sulzer in Wien eige?ds für den hiesigen Gottesdienst sammtliche Gesänge und'Rezitative bearbeiten. Wir freuen uns daraus. Auch heißt es, daß bereits viele hiesige Kauffeute, die früher am Sabbath ihre Berkaufslokate geöffnet hatten, kieselden, wenn der neue Gottesdienst eingerichtet ist, schließen werden. So hoffen und erwarten wir, daß i» unserer Gemeinde, wo die Wohlthätigteit (g^ON NI^VL) durch verschiedene Vereine musterhaft geordnet ist. nun auch der Gottesdienst durch die Vereinigung und Beteiligung Atter würd'g. und Geist und Gemüth erhebend gestaltet wird. Unser jetziger Rabbiner genießt die Achtung , die Liebe und daS Vertrauen der Gemeinde, er besitzt ein ausgezeichnetes Rednertalent und wird gewiß zum Heile und zum Segen des religiösen Lebens der hiesigen Ge» meinde wirke». — Diese Woche besuchte der Regent von Baden zur Sröffnnng des neue» Theater» die hiesige Stadt, beehrte aber die Gemeinde nicht durch einen v. e