Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1855)
- Date
- 1855-02-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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»4. Nundschau »NNVZ?t! 'N'ivVV ^Z? Frankfart a. M. im Februar. — Wir empfangen so eben eine Zuschrift aus Cilltinnati, mit der erfreulichsten Mitteilung, daß sich un, ter den Ausseien deS trefflichen, im Geiste des Lichtes uns des Fortschrittes thätigeu Rabbiners vr. Isaak Tise ein Comit«? gebildet habe, um daselbst eine Lehranstalt »ach dem ÄuK-r de«tscher Universitäten zu errichten, worin die theologische Facultät die deSZudenthumS sein soii. „Der Grund", heißt eS in dem Ausschreiben, »warum wir eS vorziehen, eine Universität anstatt eines theologischen Seminars zu gründen, ist lediglich, weil, wenn theologische Studien nicht auf einer gründlichen und vielseitigen wissenschaftlichen Bildung tasiren, solche unzureichend find, denStudirenden?ür daS jüdische Predigeramt zu befähigen. Andererseits ist eine wissenschaftliche Bildung ohue religiöse Kenntnisse der Sache der wahren Religion gefährlich. Es ist wüuschenSwerth, daß unsere Prediger Gelehrte seien, und wiederum sollten unsere Gelehrten in der Religion unserer Väter wohl unterrichtet sein.- — Wen» wir nun gleich, von deutscher Anschauung auS, bemerken muffe», daß in der allgemeines Wissenschaft die Juden sich nicht abschließen sollen und deßbalb eine coufessiouelle Universität nicht billigen können, so wagen wir doch nicht, vom Standpunkte unserer Verhältnisse die dortigen zu beurtheilen, können aber andererseits nicht umhin, unsere hohe Anerkennung und Bewunderung auszusprechen, wie thätig und heiligen Eifers voll die dortigen Brüder an'S Werk gehen, um dem Judenthum ia der zu gründenden Anstalt einen Leuchtthurm zu bauen, welcher auf dem unstäteu Meere deS jetzt so bewegten AeligiouSlebeuS zur Richtschnur und sichernden Leitung dienen soll. Großartig gehen sie sogleich an die Schöpfung einer jüdischen Universität, wahrend wir in Deutschland, umgeben von achselzuckeudem IndifereutiSmus und höhnendem Nihilismus, eS noch nicht einmal zur Begründung einer jüdischen Facultät gebracht habe». Ehre für sie, Schande für uns! — Freuen wir uns, daß unS in dem Comit6 l„?ioa Olle^t« ^ssocktion") so viele deutsche Namen (Mack, Hellmanu, Friedman«, Wolf, Löweusteia, HeiuSheimer, Bochmann U.A.) begeg- »eu, ZeuguiK gebend, daß der deutsche IndiffereutiSmuS jeuseits deS OceanS gottlob gebrochen ist. — Philadelphia sucht eisen deutsche» Rabbiner mad Prediger. — Der Gedanke einer Rabbi ner-Couferenz findet drübea großeu Aaklaug, und eS wird unsere College» gewiß sehr erfreue», wenn wir ihue» mittheileu, daß der wackere Wise eise der »ächste» deutschen