Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1855)
- Date
- 1855-02-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3129675-3129718-3129720--1035-3131643- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
i Äeteusionen. tateuch der zweiten Auflage fast jede Sidra begleitet, mindesten« eine willkommene Bequemlichkeit bieten. — Ob nun aber dieses Bibelwerk bei aller Anerkennung, die eS bereits mehrseitig gefunden. Etwas beitragen werde, die Leetüre, das Verständniß und die Anwendung der Bibel zu fördern, — daS hangt von dessen Verbreitung ab. Ob aber Rabbiner und Prediger, Schul- und Gemeindevorsteher zu seiner Verbreitung etwas thun, etwa die Reichen und die Gemeinden ermuntern werden, dasselbe für die armen Lehrer und Schüler anzuschaffen, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß aller Opfer, an Zeit, Gesundheit, geistiger Kraft und Kapital, die ein jüdischer Schriftsteller seinen literarischen Arbeiten für oaS jüdische Publikum widmet, oft vergebens sind, weil in Israel die Laudeit für seine gemeinnützigsten Schriftwerke, für sein heiligstes Erbgut, erschrecklich ist, und während früher die Begüterten jedes V'V oder talmudische Werk kauften, um das »Thora-Lernen" zu unterstützen, jetzt jede Aufforderung, wenigstens für die israelitische Schule eine Bibel anzuschaffen, an dem materiellen Sinne abprallt, aus welchem starren Felsen kein Wasser herauszuschlagen ist, um das Volk zu tränken. Herrheim er. Nachschrift deS Herausgebers. Wir müssen mit der vorhergehenden Schilderung unseres wackeren Freundes leider nur zu sehr übereinstimmen. Sein Bibelwerk, eorrekt im Tene, klar in der Übersetzung, bündig und anregend im Kommentar, dabei sehr billig im Preise, dürfte sich neben englischen und franzosischen Klassikern recht gut ausnehmen. Allein der aufgeklärte Hausfreund, der diese sieht, spricht bewundernd: „welch' schöne Bibliothek habeu Sie!" — Doch steht auch die Bibel dabei, mochte er lächelnd sprechen: „ei, Sie haben ja auch die Bibel hier stehen, und noch dazu in vier Bänden?" — Diesem bedeutsamen Lächeln sind mcht alle starken Geister gewachsen.— Doch gibt es immer nvch^MZnner und Frauen in Israel, welche gerne mit einer gediegenen religiösen Schrift tbr HauS und ihr Bücherbrett bereichern. Diesen können wir das Herrheimer'sche Bibelwerk unter allen uns bekannten als das gediegenste anempfehlen.