Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1855-02-01 · Heft 2 (Februar 1855) · page 22

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 2 (Februar 1855)
Date
1855-02-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3129675-3129718-3129720--1027-3131635
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

70 Zs? Ds»z«»at»,. ser Anschauung erscheint es sehr wohl begreisiich, wenn der weiter« Vorstellung von einer immer noch in gewissem Grade vorhandenen Nachwirkung selbst der entzogenen gottlichen Wachsamkeit Raum gegeben wird, wornach dieselbe wie die untergegangene Sonne fortwährend ihre Strahlen gleichsam noch zurückwirst und auf das Schicksal des von dem guten Engel Verlassenen wenigstens insofern noch Einfluß übt, als der Feind ihm gegenüber kein so leichtes Spiel hat und einer weit größern Anstrengung bedarf, als wenn er dem thierischen Wesen, das von Gott als Einzelwesen überhaupt nicht gehütet wird, zu schaden versucht. Freilich vertritt das Lalmudische Zudcnthum auch die andere, der Bibel sich nähernde Ansicht, wornach selbst die gewaltsame Verwundung und Tödtung wohl als Strafe, aber als eine von Gott verfügte und nicht blos zugelassene Strafe erscheint wie dies die Aussprüche "UN ^N2V 2 NN N!22^O LssN ferner O'NSI sNN V'O^ 'N'2 ^>27! und '^2 '2N tt'ldt V'VV (Ketuboth ibid. Cholin 7 6) beweisen; doch überwiegt die entgegengesetzte Meinung, die auch in das nachtalmudische rabb. Schriftthum tief einzudringen wußte. So läßt Maimonides im Moreh Hl. cap. 18. die dem Einzelnen zugewendete Providenz (T^V'dM NN^^N) mit dem Maaße der Frömmigkeit oder Sündenhastigkeit zu- oder abnehmen und den Frevler aus Mangel an göttlicher Obhut dem Zufalle preis gegeben werden, der eS gleicht macht, ihn zu tödten*). Ebenso erklärt R. N issim in seinem Kommentar zu Genes. 9, 13 (vergl. Abarbanel idiä) die von Israel in Aegypten erduldete Knechtschaft geradezu als eine von Gott keineswegs verfügte, sondern blos geduldete Thatsache, welche durch die Entziehung der göttlichen Obhut ermöglicht wurde und eben darum den Drängern Strafe zuzog, so daß die göttliche Vorausverkün- *) Die betreffende sehr bezeichnende Stelle lautet: "W'V '"N "^NN Z?SVN?Z NONN NO '22 Q'".2v7t ll'*?2ON «12 N1VN22 ^2 S"N ^2 "Z'Q 'V'tt ^2 I^QI Nl22 V'221y (^2N'1 ÄÄQ V^IMM --021^ ^) N: »cNOVV NV SV ^1 V^Q'V N^'L? 2» gleichem Sinne wird der Unterschied zwischen NM221 »nd 'NN2N7N (L-vit. 23, 29. 30.) von >!«- »or cd^w» z» ldn Lsr» idiä. also bestimmt: '2 Nd^^ N27ZN X'NI ^2V N212 ^2 '5'X2 NM22VSZNV »N2d<7v 12 -,255' VVNV ^21' V.N2L<N1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.