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Der israelitische Volkslehrer · 1855-02-01 · Heft 2 (Februar 1855) · page 20

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 2 (Februar 1855)
Date
1855-02-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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RS. Zur jüdischen Dogmatik. Das physische Nebel, eine Abhandlung von vr. David Einhorn. (Schluß.) Was die Behauptung betrifft, daß nach der überwiegenden Ansicht des rabbinischen Judenthums den Zerstörungsmächten Eingriffe^ Sünders nicht in Folge einer göttlichen Strafverfügung, sondern vermöge der bloßen göttlichen Zulassung verstattet sind, so findet dieselbe ihre ausdrückliche Bestätigung in der talmudischen Worterklärung 81^2 7!O^ N*UV 70 tt^QS ^NZVN O'SLN, wozu Raschi: NU ttlNI NIQ^ N? ll itt (Cholin 7, 6), vorzüglich aber k dem Ausspruche LNdi ^2 ^1 tt (Ketuboth 30 a). In der betreffenden Diskusston an letztgenannter Stelle wird nämlich durchweg vorausgesetzt, daß Jacob das Unglück, welches er in Bezug auf die Reise Benjamins nach Aegypten im Auge hat, nach seinem gewöhnlichen und allgemeinen Charakter benennt, nicht aber nach dem gegenwärtigen besondern Falle, wo dasselbe, eben mittelst "einer gefahrvollen Reise, vom Menschen selber herausgefordert wird und daher natürlich ^auch vermieden werden kann. Demzufolge wird darüber debattirt, ob der Erzvater auf einen ll'QN jlOd? oder Vitt '"»'2 d. h. (nach Raschi'S ausdrücklicher Erklärung) auf ein von Gott ja oder nicht verfügtes Uebet hinzielt. Die gewaltsame Tödtung durch Raubmörder oder reißende Thiere wird nun nicht einer göttlichen Fügung, sondern dem Verunglückten selbst zugeschrieben, ein Vitt (Unfall durch Menschenhände) genannt. Daß mit diesem Ausdrucke nicht etwa die menschliche Verschuldung, die durch das Uebel bestraft wird, be^ichnet ist, beweist die dort erwähnte und unbestrittene Benennung deS un» rechtzeitigen natürlichen Todes mit O'QV NN'V (Tod durch Gottes Hand). Eben so wenig kann nach der ganzen betreffenden Debatte dke Bestimmung „durch Menschenhand" bloS für den speziellen Fall der Herausforderung der Gefahr in Anspruch genommen werden, O'QV '",'2 und Vitt bezeichnen hier vielmehr ausschließlich den Gegensatz zwischen göttlicher

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