Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1855)
- Date
- 1855-02-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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«2 Fortschritt in der religiösen Srkenntuiß. Geiste sagen : „Ssi« eS ist genug! bis hierher und nicht weiter!?— Und zwar wollen sie dieses sogar auf dem höchsten Gebiete, auf dem Gebiete der Religion? und sie behaupten, religiöse Aufklärung, geistige Menntniß sei dem Volke schädlich? Stillstand müsse sein? verharren müsse man bei dem Hergebrachten? Formen, Formeln, Satzungen, sogar menschliche Satzungen müßten bleiben, wie sie sind? — Das wagen sie zu behaupten, nachdem unS die Tora belehrt hat, wie selbst die Offenbarung an Abraham, das W e se n der Religion betreffend, einer Vervollkommnung, einer höheren Entfaltung fähig war? — Nein! — WaS auch um uns her vorgehen mag, an dem uns verbrieften und besiegelten Fortschritte des Geistes verzagen wir nicht! — "'28 „Ich bin der Ewige." — so tönt es aus der Tiefe der Jahrtausende heraus in die Tiefe der Jahrtausende hinein!—Gott sprach: zur sinnlichen Welt: genug! sie ist begränzt; für den Menschengeist aber gibt es kein ,Sa5,« kein begranzendes 5 genug?" ^Stillstand ist undenkbar; Rückschritt ist Gotteslästerung; Fortschritt in der Erkenntnis, das versichert unS der Allbelebende, der Allerziehende, der Allvervollkommnende. — L. S. RI. Die KaraLten in der Krim. (AuS Kohls Reisen in Südrußland. 1S47. Band N. S. 8l. ff.) «Fortsetzung.) Die älteste Schrift, welche die Karalten besitzen, ist ein Privilegium, welches ihnen Mohammed selbst für die freie Ausübung ihres Glaubens verliehen haben soll. Wenn man die Jahreszahlen und die Schreib- oder Druckorte der spätern karattischen Bücher verfolgt, so geht daraus deutlich hervor, daß die Verbreitung der Karalten mit der der mohammedanischen Völker immer gleichen Schritt hielt. Mit diesen kamen sie nach Afrika und Kleinasien; fie begleiteten sie bis nach Spanien, waren mit ihnen zu Antiochia, «dessa und Nicaa, setzten mit ihnen nach Europa über und hatten anfangs ihre Hauptcolonieen in Adrianopel und dann in Eon-