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Der israelitische Volkslehrer · 1855-02-01 · Heft 2 (Februar 1855) · page 11

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 2 (Februar 1855)
Date
1855-02-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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SedzSckä und ^äovst. Ü9 Und wie offenbart fich der himmlische Lehrer und Erzieher am Sinai? — Verbietet er wieder die Freiheit vom Baume der Erkenntniß? — nein, er beut sie selber dar! — NZN^> NdNN NNtt „du bist angewiesen zur Erkenntniß?" — Gebietet er das Opfer des eigenen Sohnes? — nein, nicht einmal Thieropfer qebietet er am Sinai, sondern: "PN^tt " .^vl 21V "!'<ZN „eS ist dir verkündigt worden, o Mensch, was gut ist, waS der Ewige dein Gott von dir begehrt, nichts anders, als: Recht zu üben, Liebe zu Pflegen, und in Demuth zu wandeln mit deinem Gott." — Verlangt er blinden Gehorsam? — Nein! — O"N2 7NN21 »du sollst frei wählen das Leben!" — Schließt er in der Religion das eigene Nachdenken aus? — Nein! — ll'QPN 02^21 O2NV2N '2 „denn sie sei eure Weisheit und euere Vernunft vor den Augen der Völker." — Dürfen die religiösen Vorschriften unserer Natur, unseren Verhältnissen, unserer Vernunft, unseren Gefühlen widerstreben? — Nein! — NttQ "!2"!N ->^tt 2NZ? '2 „denn nahe liegt dir die Sache sehr; du hast sie in deinem Munde und in deinem Herzen, um sie zu üben! " — — Ja, daran haben wir einen sicheren Maßstab! — Die Religion, jedes ihrer Gesetze muß erziehend, geistig anregend und fortbildend wirken — denn ihr ganzes erhabenes Werk reihet sich an den erhabensten Gottesnamen an: ^^vnai," d. h. ewig erziehende Vorsehung! — m. So manche Gedanken wir nun auch schon auf dem Wege unserer religiösen Untersuchung über die Gottesnamen gefunden haben, so bleibt uns doch noch das Wichtigste zu sagen übrig. — Denn wenn wir auch Gott als Erzieher des Menschen und der Menschheit betrachten, so könnte man immer noch meinen, es gäbe eine Gränze für diese Erziehung; es gZbe, wie in der Natur, so für den Menschengeik ein Ziel, wo der Herr spräche: „es ist genug!" — So aber ist es nicht! — Denn in's Unendliche vervollkommnungsfähig hat Gott den Menschengeist geschaffen, der

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