Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1855)
- Date
- 1855-02-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- SedkäSsi und ^äonzl. S7 geistiges Wesen nicht unter das «Rsssal,^ unter die blinde Naturkraft, sondern unter eine unmittelbar von Gott ausgehende heilige Vorsehung*). — Dieß bringt ein neues und höchst bedeutungsvolles Merkmal in die Selbstoffenbarung Gottes, das der Erziehung, der freien EntWickelung, der geistigen Fortbildung, so daß in „SedaSösi" vorwaltet die Bedeutung des allbewältigenden EigenthümerS, in »^lionai« die des erziehenden Vaters.— In einzelnen Stellen blitzt dieser Gedanke schon im ersten Buche Moses durch. So kommt im ersten Capitel, bei der Geschichte der Schöpfung, blos der Name yLIolnm" vor, welcher bedeutet: Inbegriff aller Kraft und Stärke, also sinnverwandt ist mit ySeksZZaL« in der Bedeutung der Allbewältigung; im zweiten Capitel aber, bei der Erzählung von Gan-Eden, erscheint der Name ^äonai Llotum," welches heißt der Ewige, Gott. Denn in der Schöpfung offenbart sich uns Gott in der Natur mächtig und allbewältigend, im Paradies aber beginnt schon daS Werk der Menschenerziehung, die einen Plan, eine ewige Vorsehung voraussetzt und darum taucht hier höchst bedeutungsvoll der Name „^Sansi" auf, der Name des erziehenden Vaters. — Aber in welch undurchdringliche Räthsel ist diese Erziehung noch gehüllt! Und was befiehlt Gott? Und wie kündigt er sich unS an? Die Erkenntniß und ihre Frucht verbietet er; denn ein Kind darf nicht grübeln; der Vater befiehlt, daS Kind darf nicht fragen, warum? Gehorsam ist seine erste Pflicht. — So bei Adam, so später bei Abraham. Gott verlangt seinen Sohn, seinen einzigen Sohn! Zum blutigen Opfer verlangt er ihn — schauervolles Gebot! — Gefühl und Vernunft müssen schweigen — der Herr hatS befohlen! Darum finden wir wieder bei der Geschichte der Aufopferung (TN'jP) im ersten Theile (l. B. M. 22,1—10.), wo Abraham die schreckliche That vollführen will, nur den Namen Llokim, der, gleich dem Naturgesetze strenge waltenden Allmacht; im zweiten Theile der- *) Vergl. hierüber 4dea Lsra zu Lxoä. «, 2. —