Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1856)
- Date
- 1856-12-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Stundschau. und dadurch in den Dereinigten Staaten Nordamerikas überhaup' einen Boden zu bereiten, worin das geläuterte Judenthum eine tiefe Wurzel schlug und seine Lebenskräftigkeit in der stetigen Zunahme der Gemeindemi Glieder bewährte, so daß zur Zeit die Gemeinde Emanuel die größte und ihr Tempel, früher eine protestantische Kirche, der schönste in d«r amerikanischen Indenheit ist. Diese großen Verdienste des Seligen um seine Gemeinde und um Israel wurden in den Reden gefeiert, dj? bei seinem üderat-s zahlreichen Leichenbegängnisse von Len Herren Rabbiner Vr. Einhorn zu Bat, imore, vr. Mayer zu Charleston und vr. Cohn zu Albany7 welche Herren telegraphisch herbeigerufen wurden, gehalten worden sind.___Mr behalten unS ausführlichere Mittheilung vor, und finden bei d.m Verlufte jenes so theueren College« und Gesinnungsgenossen, welcher dem Herausgeber d. Bl. durch seine, von den trefflichen Intentionen deS Heimgegangenen das schönste Zeugniß gebenden Correspondenz noch näher stand, n^r Trost in dem Gedanken, daß das Wirken deS wackeren Mannes uns im Geiste unverloren bleibt. — (Soeben wird unS die unsere ganze Theilnahme in Anspruch nehmende Kunde, daß unser Freund Dr. Adler zu Alzey, von ver versammelten „Emanuel-Gemeinde" einstimmig, und unter sehr günstigen Bedingungen, berufe» worden fei und angenommen habe. — NärereS im nächsten Hefte.) C) Laupheim (Württenberg) Nov. 1856. Was Ihr Co;r? fondenL diesen Sommer bei Gelegenheit der Todes-Anzeige des Rabbinen G ünwald in Bezug ans Abnahme des RabbiniSmus und seiner Trager mit 5kecht zu beklagen hatte, das gilt auch seit Jahren leider rückiichtlich unseres SchulstandeS. Nachdem wir seit Jahren tüchtige Schulmänner aus dem Swulftand haben austreten und nach Amerika auswandern gesehen, hat derse!t? diesen Sommer durch den Tod des in der jüdischen Literatur bewanderten Lehrers Maison in Oberdorf einen großen Verlust erlitten. Unv beute folgt demselben ein würdiger Genosse des SchulstandeS nach, Abraham Sänger von hier! Indem wir diesem, der von seiner Familie wie von der ganzen Gemeinde aufs tiefste betrauert wird, einige Worte deS Andenkens widmen, folgen wir der vom Rabbinen Waeloer am Grab des Verstocb uen gesprochenen Leichenrede: „Abraham Sänger war der Sohn des verstorben.n Rabbineu Jakob Sänger und Bruder des jetzigen Rabbinen in Vütt-niriesen. Schon im siebenten Lebensjahre verließ er seine Heimath, rm sein n regen Geist durch die Fremde zu bilden. Nachde»;: er von Innsbruck, wt? er sich zum theologischen Studium vorbereiten wollte, durch die Kriegs, ceigniße der Jahre 1809, — den Tyroler-Aufstand, die vviinschen Btnrgu-g?n, in Studium gestört, mit Wehmuth im Herzen sich entfernt hatte, wanderte er von Gemeinde zu Gemeinde und erwarb sich sein Brod als angehendem Schullehrer und Vorsänger. Seine erste feste Stelle war Eßlingen, wo e? wegen der Geradheit seines Charakters und der Biederkeit seiner Gesinnu.; in allen Kreisen der Bevölkerung Anerkennung sich erwarb. In die dav al ze Zeit