Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1856)
- Date
- 1856-12-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau. bald ich nicht allein für Fachgenossen eine hilfreiche Handhabe, sondern auch sonst frommen Gemüthern überhaupt ein leidlich zusammenhängendes Erbauungsbuch bieten wollte. Für erstere sind namentlich die Einleitungen ausführlicher behandelt, weil ich aus der eigenen Erfahrung weiß, daß dieselben, wie aller Anfang, das Schwierigste am ganzen Vortrage sind...... Für sonstige Leser, die nur Erbauung suchen, dürste freilich der rhetorische Schmuck und Fluß meist vermißt werden; dock so bedingt eS die Natur der Skizze. Mir war es vor Allem um Reichthum an Material zu thun, das geeignet ist, Gedanken zu wecken und Gefühle anzuregen, die dem denkenden Geiste und fühlenden Herzen mit leichter Mühe gleichsam von selbst sich weiter spinnen und befruchtend neue Ideen und verwandte Gefühle hervorrufen." — Wir zweifeln nicht, daß das vorliegende Werk diese Ziele in segenbringender Weise erreichen werde. Das Erbauung suchende Gemüth stehet in diese Skizzen, die nahezu ausgearbeitete Predigten zu nennen sind, die religiösen Wahrheiten in reinem, nicht ganz schmucklosem Gewände sich entgegentreten; gerade das Coiicinne des Vortrags macht denselben nur um so eindrucksvoller. Auch fehlt es gar nicht an Gemüthsanregung; ein Mann, so tief religiös wie Kley, kann nicht von Religion ohne Innigkeit schreiben. Namentlich aber ist das Werk eine ungemein schätzbare Fundgrube für den Prediger. Die logische Eintheilung ist klar und präcis; die Behandlung des Tertes gibtZeuguiß von einer warmen Liebe, die sich gerne in die Tiefen des göttlichen Wortes versenkt; Ton und Inhalt sind offenbarungsgläubig und biblischfromm, von welchem Geiste alle Schriften des ehrwürdigen Verfassers erfüllt sind. — Es ist im Interesse unserer homiletischen Wissenschaft sehr zu wünschen, daß dieses Werk, welches auch ohne den ersten Band für sich ein schönes Ganze bildet, reichlichen Absatz finde, um den greisen Verfasser zur baldigsten Fortsetzung desselben aufzumuntern. Insbesondere rathen wir unseren Lehrern, die als Prediger mit fungiren, sich jene reichhaltige Sammlung allzuschaffen, die ihnen zu mittelbarer und unmittelbarer Benützung einen großen Vorrath von Erbauungsstoff darbietet. Der Preis mag für sie etwas hoch erscheinen, doch ist das dafür Dargebotene um so kostbarer. L. S. -4-- «s. Rundschau. Frankfurt a. M., im December. — ES ist die allerneueste Zeit, welche durch die vielfach ausgeführten Privatbauten ein Streben nach geschmackvollen Wohnhäusern kund gibt und dadurch unserer Stadt einen freundlichen, für jeden Fremden so wohltuenden Eindruck verleiht. In öffentlichen