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Der israelitische Volkslehrer · 1856-12-01 · Heft 12 (Dezember 1856) · page 28

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 12 (Dezember 1856)
Date
1856-12-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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342 Recenfionen. die Beurtheilung desselben in ihrer Schilderung, wo, so zu sagen, kein gutes Haar an ihm gelassen wird, zu hart zu sein. Man muß nur bedenken, daß JosephuS sein Amt als Statthalter Galilaa's nicht von der Partei der Zeloten, welche das Revolutionsfeuer unter jeder Bedingung anschüren und Judäa gänzlich von Rom losreißen wollte, erhalten hatte, sondern von der Partei der Vornehmen und Großen, und er handelte sicherlich im Sinne seiner Vollmachtgeber, wenn er den Kampf mit den übermächtigen Römern so sehr als möglich zu vermeiden suchte. Dabei wurde ihm seine Stellung durch die Gegner und Feinde im Innern so sehr erschwert, daß er beim besten Willen nichts Ersprießliches hätte leisten können, obwohl wir gerne einräumen, daß er von vornherein, der Mann nicht war, dem ein so wichtiger Posten anvertraut werden durste. Wir gedenken uns an eignem anderen Orte ausführlicher hierüber auszusprechen. . Trotz dieser Ausstellungen im Einzelnen wiederholen wir nochmals, daß wir das vorliegende Buch für eine der bedeutendsten Leistungen der neueren israelitischen Literatur halten, und hätten die Leiter des Instituts zur Förderung derselben nur dieses Werk den Mitgliedern in die Hände gegeben, so würden sie schon dadurch allein sich dieselben zu Danke verpflichtet haben. G utinann. 2. Predigt-Skizzen; Beiträge zu einer künstigen Homiletik. Zweiter Band: Das zweite Buch Mosis, von vr. Eduard Kley. Leipzig bei Fritzsche. 1856. Preis 1 Thlr. 20 Sgr. Als mich jüngst ein College besuchte, sprachen wir von Aley's trefflichen Predigt-Skizzen, und Jener drückte sein großes Bedauern auS, daß dieselben nicht fortgesetzt würden; denn zwölf Jahre bereits sind seit dem Erscheinen des ersten Bandes dahingegangen. Ich freute mich daher um so inniger, als mir vor wenigen Tagen die vermißte Fortsetzung in dem oben rubricirten zweiten Bande zugegesendet wurde. Das Buch ist von sehr großer Reichhaltigkeit, indem unS auf 3ö1 enggedruckten Großoctav»Seiten fünfund achtzig Predigt- Skizzen der mannichfaltigsten Art, sowohl für Festtage als gewöhnliche Sabbathe geboten sind. Ueber die Behandlung seines StosseS lassen wir den Verfasser aus seiner Vorrede selbst sprechen: „Anordnung und Behandlung der Materien sind dieselben geblieben, in mancher Hinsicht sogar noch wehr ausgedehnt worden, so daß mich der Vorwurf zu geringer Skizzenhaftigkeit vielleicht noch schärfer treffen dürfte. Doch durste ich ihm nicht aus dem Wege gehen, so-

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