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Der israelitische Volkslehrer · 1856-12-01 · Heft 12 (Dezember 1856) · page 27

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 12 (Dezember 1856)
Date
1856-12-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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Geschichte der Jvden v. Grätz. 241 Landes (S. 45 Anmerk.) bemerkt über diese galiläische Stadt: Nördlich von Schafau, er DplSL?) auf dem Wege nach Akko findet sich eine Quelle Ain Zabulon, vielleicht daß hier einst die Stadt gleiches Namens gestanden, die hier Josephus meint." Folglich ist die Leseart Zabulon doch so sinnlos nicht. S. 398 wird der Grund der auffallenden Nömerfreundlickkeit von Sepphoris, der Hauptstadt Galiläas, darin gesucht, daß sie größtentheils von Fremden bewohnt war, seitdem sie durch Varus zerstört, und ihre judischen Einwohner, die es mit dem Zetotenstifter Inda gehalten, als Sklaven verkaust worden waren. Davon meldet aber Josephus nirgends etwas, daß Sepphoris eine Heidenstadt geworden, vielmehr erklärt er (v!ta 8.) den Haß der Galiläer gegen die Sepphortten aus der Freundschaft der Letzteren für die Römer, und weiterhin (vita 67.) erzählt Josephus, wie ihn der Anblick der Grausamkeit, welche die Galiläer in dem eroberten Sepphoris ausübten, entrüstete; er befahl deßhalb abzulassen und stellte seinen Leuten vor, wie schändlich es sei, so gegen Volksgenossen (o^oßv'Xo^) zu verfahren. Der Grund, weßhalb die^Sepphoriten sich der Empörung gegen die Römer nicht anschließen wollten, mag vielmehr in dem «v^^p^ ^n die hcrbe Züchtigung zu sucht» sein welche sie f?üher durch V.arus erlitten hatten, so wie auch darin, daß sie als Hauptstädter überhaupt nicht so kriegerisch waren, als die Landbewohner, welche auch weniger zu vertieren hatten, als Jene. S. 399 wird die Jugendgeschichte des FlaviuS Josephus erzählt und dabei bemerkt, daß derselbe drei Jahre Jünger eines Essäers Banus gewesen sein soll. In seiner Selbstbiographie (Kap. 2.) sagt aber Josephus vo»; sich, daß er die drei Sekten der Pharisäer, Sadducäer und Essäer unter einer harten und strengen Uebung durchlaufen habe, und fährt dann fort: „Da mein Wissensdrang noch nicht gestillt war, wurde ich Schüler eines gewissen Banus :c." Daraus ist nun zu entnehmen, daß dieser Banus nicht zur Sekte der Essäer gehörte, obgleich seine Lebensweise Vieles mit derjenigen, welche bei dieser Sekte eingeführt war, gemein hatte, sondern ein eigenes philosophisches System lehrte, welches Josephus, nachdem er sich bereis mit der Lehre der Essäer bekannt gemacht hatte, auch noch kennen zu lernen wünschte. Mit der Charakterschilderung des Josephus, wie sie Graetz S. 401 ff. gibt, können wir uns auch nicht ganz einverstanden erkläreu. Obwohl Josephus in seiner eigenen Erzählung, namentlich in der Selbstbiographie, alle seine Fehler und Mißgriffe offen an den Tag legt, so scheint uns denn doch

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