Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1856)
- Date
- 1856-12-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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340 Recenfionen. S. 204 läßt Graetz den Herodes, als er der Einladung deS Antonius nach Laodicäa Folge leistete, mit der Herrschast von Cölesyrien, d. h. des Landstriches südöstlich von Peräa, belehrt werden. Nun lag aber Cölesyrien gerade in entgegengesetzter Richtung, nämlich nordwestlich von Peräa sim weiteren Sinne). S- 351 heißt es: „Ein Jude aus Aegypten )er sich als Prophet ausgab, berief seine Gläubigen, an 3000 (nach einer andern Quelle gar 4000) zum Oelbergs und verhieß ihnen das Wunder, mit dem Hauche seines Mundes die Mauern Jerusalems einstürzen zu machen und die römischen Soldaten zu bezwingen." In der Note werden citirt Josephus Alterth. XX. 8, 6.; jüd. Cr. II. 13, 5.; Apostelgesch. 21, 38. Allein an der ersten Stelle ist gar keine Zahl von den Anhängern dieses falschen Propheten angegeben; an der zweiten Stelle wird berichtet, daß derselbe ^reißigtausend Menschen um sich zu sammeln wußte; in der dritten heißt es, daß er über 4000 Meuchelmörder (^ikarier) gebot. Daß die 3000 in unserem Terte'nicht etwa ein Druckfehler und eine Null hinzu zu denken sei, beweißt der Zusatz: »nach einer andern Quelle gar 4000." Im Josephus aber heißt es ausdrücklich .^-^ ^^.^^^.^^^ S. 360 wird von Albinus, welchen Nero nach dem Tode deS Landpflegers Festus zum Nachfolger desselben ernannte, gerühmt, daß er im Vergleich zu seinen Vorgängern und Nachfolgern gerecht erschien. Dieß widerspricht aber dem Berickre deS Josephus im jüd. Kr. (II. 14.) geradezu. Hier wird nämlich Albinus mit seinem Vorgänger Festus verglichen, und die Vergleichung fällt keineswegs zu Gunsten des Ersteren aus. „Festus, der Nachfolger des Felir," erzählt Josephus, „ging sogleich auf die Geißel des Landes los. Er fing nämlich die meisten Räuber ein und ließ eine Menge derselben hinrichten. Sein Nachfolger AlbinuS dagegen handelte nicht in demselben Geiste; es gab nicht leicht eine Bosheit, die er nicht ausübte." Dagegen ist eS richtig, daß des AlbinuS Nachfolger. Gessius Flor us, noch schlechter charakterisirt und gesagt wird, daß gegen ihn gehalten Albinus vergleichungsweise noch sür eiuen vortrefflichen Mann galt. S. 382, wo vom Zuge des StadthalterS Cestius aus Syrien nach Judäa die Rede ist, heißt es im Terte: „Die schön gebaute Stadt Chabulon wurde ein Raub der Flammen." und dazu bemerkt G r a e tz in der Note: So muß es überall heißen anstatt der sinnlosen Leseart Z ab ulo n. Allein k. Joseph Schwarz auS Jerusalem in seiner Beschreibung des heiligen