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Der israelitische Volkslehrer · 1856-12-01 · Heft 12 (Dezember 1856) · page 24

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 12 (Dezember 1856)
Date
1856-12-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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ZZg Recenfionen. flössen sind. Von da aber bis zur Zerstörung Jerusalems und der Vernichtung des jüdischen Staates im Z. 70 nach Chr. sind wiederum nicht hundert Jahre zu zahlen, sondern bloß dreißig. Der Zrrthum rührt offenbar daher, daß Graetz die Regierungszeit des CajuS anstatt nach Christi Geburt in Gedanken vor Ehr. G. gesetzt hat. S. 76. wird erzählt, daß Hyrkan die Hauptstadt der Samaritaner, Sichern, und den auf dem Berge Garizim errichteten chuthäischen Tempel, welcher dem jüdischen Volke stets ein Dorn im Auge war, zerstörte. (21. Kislew um 120). Dann heißt es weiter: „Der Tag der Zerstörung dieses Tempels, der an drei Jahrhunderte gestanden hatte, galt der jüdischen Nation als ein besonders freudiges Ereigniß" :c. Hier ist wieder ein Verstoß gegen die Chronologie zu rügen. Der Tempel aus dem Berge Garizim wurde, wie Josephus in seinen Alterthümern erzählt, von Saballat, einem Satrapen des Verserkönigs Darius, erbaut. Er hatte sich dazu die Einwilligung Aleranders des Großen ausgewirkt, der damals mit der Belagerung von TyruS beschäftigt war, und zu dem er, den Untergang des Perserkönigs voraussehe, mit 8090 Mann übergegangen war. Die Belagerung von Tyrus durch Alerand er Mt ins Jahr 332 vor Chr. folglich kann der Tempel ans dem Berge Garizim nicht länger als 212 I.. nicht aber an drei Jahrhunderten gestanden haben. Graetz ist hier, gleich den meisten neueren Geschicht- ^chreibern Pridaur gefolgt, der die Erbauung des Chuthäer- Tempels in das Jahr 409, also lange vor Alerander, setzt. Veranlassung zu diesem Jrrthume gab aber die Stelle am Schlüsse deS Buches Nehemia, wo dieser erzählt, daß er den Eidam Sanballat'S, einen Sohn Jojada's, des Hohenpriesters, weil er ein ausländisches Weib genommen, von sich weg gejagt habe. Prideaur verwechselte nun diesen Sanballat und seinen Eidam mit den späteren zur Zeit Alerander's. Wäre wirklich der Temtzel zu Garizim. schon zur Zeit des Nehemia erbaut worden, so hätte dieser ein so wichtiges Ereigniß gewiß nicht mit Stillschweigen übergangen. Auch der Talmud (Joma 69, a.) bringt den Tempel aus Garizim mit dem Macedonier Alerander in Verbindung, nur daß er nicht die Erbauung, sondern die Schleifung desselben in dessen Zeit versetzt, was jedoch offenbar der Geschichte entgegen ist. S. 158 wird der blutige Kampf der beiden Brüder Hyrkan und Artstobul geschildert, welcher nach dem Tode ihrer Mutter Salome Alexandra ausbrach und die Nation in zwei feindliche Lager spaltete. Da heißt es unter Anderm: „Zur grö-

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