Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1856)
- Date
- 1856-12-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Selbständige, v. HoVheim. 325 gerade hier, wo es sich um die Grund eintheilung handelt, nicht auf die Quellen hinwies, die in meinem vorhergenannten Vortrage S. 149 angedeutet sich finden*). Was den Inhalt der ersten Bundestafel betrifft, gingen unsere Wege stark auseinander. In der ganzen Erklärung des ersten Ausspruches berühren sich die beiden Bücher nur in einem einzigen Punkte nämlich in der Unmittelbarkeit der göttlichen Führung, die in dem meinigen §. 89. an 5. B. M. 32, 12. in die Kommentare und auch in die Peßach-Hagada übergegangen 5^1 angelehnt wird - Wenn die Amplification dieses Deruscb durch Anlehnung desselben an das Tj'TIttSlN des Decalogs ein literarisches Verdienst ^n sich schließt, so will iO es gern dem älteren Auter überlassen, bin aber überzeugt, daß er es bescheiden ablehnen tvird. S. meine Religionsprincipien des reformirten Judemhums , Bertin, 1847. S. 16. Z. 26. e: Zwischen Gott und Menscten destehet eine geistige, innige, unmittelbare Gemeinschaft, die jede Vermittlung und Mittelbarkeit ausschließt;c." In der Erklärung des zweiten Ausspruches findet sich kein einziger Berührungspunkt, dahingegen ist in der Erklärung des dritten Ausspruches der §. 101. „Gott ist die Wahrheit" :c. in meinem Buche mit Nr. 5. des >,Tora umizwa" gleichlautend und von diesem in jenes übergegangen. In der Erklärung des vierten Ausspruches „der Lehre vom S abbath", ist wiederum kein Berührungspunkt zu finden, und gehen wohl die Auffassungen hier am Weitesten auseinander. In der Erklärung des fünften Ausspruches sind zwischen Religionsbüchern Berührungspunkte unvermeidlich, wenn nicht Religionswahrheiten geradezu unterdrückt werden sollten. In dem die L. 126—150. umspannenden Inhalt meines Buches dürften sich die Spuren von Aehnlichkeit mit dem „Tora umizwa" darauf beschränken 1) daß das in diesem z. 149. angeführte abgekürzte talmudische Citat in dem meinigen in seiner Vollständigkeit zu einem selbständigen §. 130. verwendet ist, und 2) daß der Ausdruck, welcher die Greise als „Täter des jüngeren Geschlechtes" bezeichnet, §. 151, 3. von meinem Buche Z. 141. entlehnt worden ist. Was aber den Inhalt dieser wie aller weitern an die *)Jch muß noch erwähnen, daß die Grundidee schon im Jahre!326, also vor uns beiden, von einem jsd. Amor ausgegriffen worden in dem ReligionSbuche: die Grundzüge der Religi-nSlehre aus den zehn Geboten entwickelt, v. vr. I. Ä. Francolm. Neustadt a. d. T ossa vti Z. C. G. Wagne? 5326.