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Der israelitische Volkslehrer · 1856-11-01 · Heft 11 (November 1856) · page 29

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 11 (November 1856)
Date
1856-11-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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Rundschau. Sil scheu Penfionaten eine solche Erziehung geben zu lassen, welche aus ihnen unter dem Beistande GotteS tüchtige Mitglieder der menschlichen Gesellschaft und wackere Genossen unseres heiligen Glaubens heranbilden möge Er selbst zeichnet in seinem Journale für so lange Zeit, als eS nöthig sein wird, einen jahrlichen Beitrag von 20 Fr.; wir schließen uns ihm hiermit, in gleicher Weise, mit einem Jahresbeiträge von 5 Fr. an. Mögen Viele nachfolgen, um dadurch sowohl Herrn Honel ihre Anerkennung, als seinem heiligen Werke ihre Mitwirkung zu zollen. Schmach aber, dreifache Schmach einer verwerflichen Handlungsweise, wie solche hier wieder von den Missionären vorliegt! Die Aufgabe des Christeuthums ist lediglich, Propaganda unter den Heiden zu machen; das ist seine große welthistorische Mission, die wir vollständig anerkennen, und in Betreff deren wir den immensen Opfern, welche die christliche Glaubensgemeinschaft, namentlich in England, in persönlicher und materieller Hingebung darbringt, unsere volle Hochachtung und ganze Bewunderung zollen. Will aber das Christentum seine Bekehrunqsversuche rückwärts auf das Judenthum wenden, dessen reiner GotteSglaube und erhabene Sittenlehre fich selbst eben so sehr genügt, als sie dem Christenthume zur Urquelle gedient hat, so lohnet hier der klägliche Erfolg den großen Aufwand keineswegs, und dient nur dazu, durch Vorgänge, wie der oben mitgetheilte, den Juden die christlichen Bestrebungen gehässig zu machen. In der That gibt es nichts Erbärmlicheres, als jene Schmarotzer, die als Juden-Missionäre am Baume der christlichen Opferwilligkeit saugen, ohne eine Frucht hervorzubringen, und vie, im Bewußtsein der Nichtigkeit ihres ThunS, um ihren Auftragegebern zu zeigen, daß sie nicht ganz umsonst ihr Brod essen, auf solche Bekehrungen 5 tvut xrix sinnen, welche den MissionSgesellschaften nur Schande bereiten, und im Namen des Gottes der Liebe Lieblosigkeit und Zerwürfniß unter den Menschen hervorrufen. — tVVN 1!^' Satsna! — Aus Colmar theilen die „ä.rcnives I5r2v1ites« ein Factum mit, welches beweist, wie die Vorurtheile gegen unsere Glaubensgenossen im Elsaß noch so im Schwange find, daß dieselben sogar von Richtern in widergesetzlicher Weise Geltung erhalten. Man erinnert sich, daß eS am französischen Niederrhein war, wo Cremieur in Verteidigung des Herrn Rabbiners Isidor, jetzigen Oberrabbiners zu Paris, den glänzenden Sieg über den Eid „mors jnäaieo" davongetragen. Aber am Rhein spucken auch jenseits noch die alten Gespenster; das Zuchtpolizeigericht zu Altkirch hat in einem, unter dem tü. März d. I. erlassenen und vom kaiserl. Gerichtshof zu Colmar bestätigten Urtheile, unter seinen ErwägungS-Gründen, in Beziehung auf zwei bei der Sache auftretenden und deponirenden israelitischen Zeugen, den unerhörten Grund mit aufgeführt: „yu'üs out äöxosv clsos uu« torms oröiuair« gui, xonr deaucoux 6'vntrs eux, u'evxags xas I» consi-nee- (daß sie in einer gewöhnlichen Form ihr Zeugniß abgelegt hatten, welche

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