Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 11 (November 1856)
- Date
- 1856-11-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3129675-3129764-3129776--1739-3131564- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
306 Reeenstonen. lich auch den in großen Bibliotheken noch vergrabnen Schatz jüdisch arabischen Schristenthums kräftiger ausbeuten helfen. Indessen ist Munk'S Moreh keineswegs bloß auf die Kenner des arabischen ZdiomS berechnet; die ausgezeichnete französische Uebersetzung und mehr noch die bei aller Kürze klaren, kritischen, literarischen, historischen und überhaupt erläuternden sehr zahlreichen Noten, die fast einem Commentare gleichkommen, machen das Werk allen Männern der Wissenschaft zugänglich — freilich leider nur allen, die der Himmel neben den Gaben des Geistes auch noch mit finanziellem Ueberfluß bedacht hat oder die wenigstens daS Glück haben, renommirt zu sein und deßhalb mit einem Freiexemplar beehrt werden. Wir sehen dem Erscheinen der übrigen Theile deS Werkes hoffend entgegen und wünschen nichts sehnlicher, als daß der Him- - mel unsrem wackren, dem Glauben und der Wissenschaft, sowie der reinsten Humanität so treu ergebenen Verfasser hold sein möge, daß er unS bald auch mit den in der Vorrede verheißnen Prolegomenen über MaimonideS beglücke und ihm in den Triumphen seines Geistes und dem hellen Glan; seines innren LichteS für das Entbehren des äußren volle Entschädigung werde. D » 2. Jahrbuch für Israeliten 5617. (185k—i857.)Mit Beiträgen von :c., herausgegeben von Joseph Wertheimer. Wien. 1856, bei Sommer. S. 362. -----Herr Joseph Wertheimer, der würdige Vertreter der Israeliten-Gemeinde zu Wien, für israelit. Angelegenheiten von unauslöschlicher Begeisterung und unermüdlicher Thatkraft beseelt, hat (vgl. Volksl. 1854 S. 329) die Herausgabe des Wiener Jahrbuchs von Isidor Busch wieder aufgenommen, und ist schon dieses Streben an und für sich, auch auf literatischem Gebiete seinen Glaubensgenossen zu dienen, rühmlich anzuerkennen. Diese Anerkennung steigert sich aber noch mehr, wenn wir das Buch selbst zur Hand nehmen, das uns in dem uns vorliegend^en^dritten Jahrgange sehr erfreuliche Gäben darreicht. S. 1—39 bietet vr. Graetz eine höchst interessante, historische Monographie über den bekannten Don Joseph, Herzog von NaroS ,c. und seine Familie, die eS in der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts zu ungewöhnlichem Reichthum und Anfthen. fast bis zu einem Jüdischen Königthume gebracht hat. — S. 40—7 l geben unsRappaporL aus Prag, Kohn zu Raud- Nitz und Wolf zu Wien schätzenswcrthe, wenn auch größtenteils