Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 11 (November 1856)
- Date
- 1856-11-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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- Seesen 1× ep/1048106
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304 Die Jakobson'sche Waisenanstalt zu Seesen. pflanzte? und gehegtes Bäumchen erwärmt das Herz des Besitzers oft mehr, als das glänzendste Metall! Erziehet Euere Amder mehr und mehr zur Arbeit.; und suchet besonders, wie in dieser gemeinnützigen Zeitschrist vielfältig ist anempfohlen worden, Euere Kinder in und durch die Schule zur Handarbeit tüchtig zu machen. — Neben dem von mir erlheilten Unterrichte in der Naturgeschichte hat auch ein Kunstgärtner im Nacksommer des v. I. unseren Zöglingen die meisten Pflanzen. Sträucher und Blumen in unserm Garten, sowie in der hiesigen Umgegend, theits in besonderen Stunden, theils auf den Spaziergängen in geeigneter Weise erklärt. Wie Schade ist es, daß nicht jeder Lehrer Kenner des Gartenbaues und guter Botaniker ist! Sicher würde es dann um die ächte Menschen-Erziehung besser stehen; eS würde den jugendlichen Gemüthern das inhaltreiche Buch der Natur ganz anders erschlossen werden. Für den sinnigen Pflanzenkenner bietet jedes Gewächs Schätze dar, die man allenthalten, selbst in den ärmsten Gegenden zur Anregung des jugendlichen Sinnes finden kann. Wie glücklich machten jene Stunden unsere Knaben; von dieser Zeit an zog jedes Blümchen die Aufmerksamkeit derselben aus sich, und Alle freueten sich ganz besonders darauf, Herrn Jacobson, ihren väterlichen Wohlthäter, mit dieser anziehenden Naturkenntniß überraschen zu können. Herr Sonne mann hat auch hiefür die nöthige praktische Kenntniß und unterhält die Knaben auf den Spaziergängen sehr nutzbringend. Im Seminar zu Wolfenbüttel, wo derselbe seine Bildung genoß, werden nämlich die Präparanden im Gartenbau besonders unterrichtet. Mögen wie die Blumen auf dem Felde die Zöglinge unserer Anstalt mit Gott blühen und gedeihen! — Möge aber Gott, der Herr des Weltalls und Vater jedes Menschenkindes, inSbe sondere Ihnen, hochgeehrtester Herr Jacobson und Ihrer edlen Frau Gemahlin in der Tiefe Ihres Herzens vergelten die fürsorgliche Liebe und Treue, die Sie fortwährend allen Angehörigen Ihrer Watft angedeihen lassen? —Sein Geist und Sein Segen walte ferner in, mit und unter uns! S. -«04«»