Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 11 (November 1856)
- Date
- 1856-11-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Seesen 1× ep/1048106
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Zgg DaS neueste Religionsbuch von vr. Holdheim. Prediger der Berliner Reformgemeinde meine Predigten nachgepredigt, und hierüber angeklagt, die Unverschämtheit gehabt, als Beweis feines SelbstdenkenS eine Predigt („über den Namen Israel") abdrucken zu lassen, die tn Gedanken und Ausdruck fast ganz die meine war. Ich schwieg. Welcher friedfertige Mann liebt den Scandal? Da mir aber hier wieder AehnlicheS begegnet, so heißt es : „eS gibt eine Zeit zu schweigen, und gibt eine Zeit zu reden". — Gedanken sind Gemeingut — obwohl es auch hier Pflicht ist, sie in des Urhebers Namen. TWIN anzuführen. Die Form aber — sie ist unveräußerliches Eigenthum; und wenn in einem Buche, wie hier klar nachgewiesen wurde, ohne den Autor zu nennen und zu begrüßen, in einer Anzahl von wichtigen Paragraphen, sich derselben Form, derselben Ausdrücke, Wendungen und Worte bedient wird, so liegt hier ein unentschuldbares Plagiat vor, und ist es unabweisliche Pflicht, zum Frommen unserer Literatur, dieses ebenso rücksichtslos zu rügen, als es rücksichtslos geschehen ist; mag uns die Uebung dieser Pflicht auch noch so unangenehm und schmerzlich sein. — ----S.S. <^ >- S8. Die Jakobson'sche Waisenanstalt zu Seesen. (S. Rundschau zum AuAusthefte dieser Zeitschrift.) (Nach den Jahresberichten des Waisenhaus-Jnspectors Stern.) Man strebt in der neuesten Zeit wieder eifriger darnach, auch in den israelitischen Gemeinden Waisenhäuser oder derartige Versorgungsanstalten ins Leben zu rufen, so daß es den.verehrlichen Lesern Ihres, das Gemeinwohl stets in Augen habenden Blattes nicht unwillkommen sein dürfte, Einiges über die oben bezeichnete Anstalt zu hören. Möchten doch die Reichen und Begüterten in Israel sich bei solchen Institutionen recht reichlich betheiligen! Sie würden ihrem Namen, ihrem Stamme und der Menschheit den größten Segen bringen. Früher hatte für den Israeliten ein „Stuhl im Himmel" den größten Werth, sollte derselbe bei unseren jetzigen Reichen dulch das Betheiligen an einer „Bank" ersetzt werden können? —