Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1856)
- Date
- 1856-10-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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S80 Rundschau. dem Herrn des Friedens? Steht in der Tora des Herrn Lehmann nicht: «PI ^DN^ d^^) t"du sollst nicht eingreifen in daS Gebiet deines Nächsten')? nicht INNIHNN (nach rabbinifcher Auslegung: „ihr sollet kein Parteiwesen pflegen")? steht in seinem Talmvd nicht: >^72 Q^VT^ ^7^V^ 7^212 ^INV ttem Gefäß bewahret de« Frleden für Israel als der Frieden)? steht in seinem Midrasch nicht: NpHllvN V1>VN (groß ist der Werth des Friedens und verhaßt der Streit LZN'Z'I LD^^I rPP lieht in seinem Jore-Dea nicht: T^NIN^? 1^» ^21 ^O2^ Q2N ^21 0N^!? 1^2PV^ ^72 121 N^2NN N^Nd<2 Vll^l 1'7Z7 IINVN^ 0)^2 ^112 VV^ N-NWN 7»^2 1^ M flV V'2^1 s?"^NO VV2 2"2 7'O1 N'"» 1N^1N^71 (kein zugereister Rabbiner sott casuistische Fragen entscheiden oder predigen am Sitze das anderen... Wenn die Gemeinde einen Rabbiner aufgenommen, insbesondere wenn eS unter Bestätigung der Regierung geschehen ist, dann hat kein Rabbiner in der Welt- und sei er noch so geehrt, daS Recht, neben ihm eine Herrschast auszuüben und ihn in seiner Würde zu beeinträchtigen?) Halten sich Herr Lehmann und seines Gleichen sür solche LD^IIZ. daß für sie jeue Bestimmungen keine Kraft haben? - O der scheinheiligen Pharisäer! Wo Talmud und Jore-Dea ihrem Vortheile entgegen find, da find sie für jene nicht vorhanden! — Mit Vergnügen hören wir, daß bei der Einweihung jener ^12AN?v Synagoge in M. kein hessischerRabbiner zugegen war; alle wollten an der Schaustellung einer Frömmigkeit, welche das erste Gesetz der Religion, den Frieden, leichtfinnig und übermüthig mit Füßen tritt, keinen Antheil haben und keinem Schauspiele beiwohnen, das nur den Feinden Israels Freude bereiten kann. — Blikket auf Mannheims Orthodoxen, und schlaget auf Euere sündige Brust, Ihr Zwiespalter! — AuS PariS wird uns der Hirtenbrief des Herrn O. R. Ulmann mitgetheilt. Derselbe hat in diesem Jahre, wie zu erwarten war, die Be« schlüsse, reSp. Erklärungen der Pariser Konferenz zum Gegenstände, über welche der würdige Seelenhirte fich in freimüthiger, klarer und herzlicher Weise ausspricht, um die von unberufenen Zauatikern in Unruhe versetzten Gemüther zu beruhigen. Ungerne haben wir bei den Gründen gegen die Piutim den triftigsten aus der Neuzeit vermißt, daß dieselben einer ganz andern politischen Lage entstammt find, als Gottlob die unserige ist. Ein französischer Oberrabbi sollte hievon am Wenigsten schweigen, um sein Volt —das arme Volk, das betet und weiß nicht was — über den 3 n - halt der Piutim aufzuklären. AÜ5 Gründe des Herrn U. find der Form entlehnt; da könnte man sagen: wir haben diese Form einmal liebgewonnen.