Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1856)
- Date
- 1856-10-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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278 Receustone«. Titel der Abschnitte werden genügen, um eine Vorstellung vom Lehrgange, wie von dem sachlichen Stoffe sich zu bilden. Ein bestimmte? Urtheil wagen wir nicht auszusprechen, weil unS die zu* unterrichtenden Schüler nicht klar vorschweben Es hangt sehr viel davon ab, für wen, für welches Alter, welche Bildungsstufe, und welche besonderen Zwecke ein derartige« Lehrbuch verfaßt ist Im Anfange scheint das vorliegende gar nichts vorauszusetzen, dagegen geht es, je weiter hinein, auf fast metaphysische G^w^-Biel^ leicht ist eS für Seminaristen bestimmt, welche daraus lehren lernen sollen. — DaS aber wollen wir jedenfalls anerkennen, daß der sonst schon mit freisinniger Auffassung der orthodoxen Lehre aufgetretene Herr Verfasser auch hier eine sehr rationale Richtung verfolgt. DaS Buch ist in Italien ein bedeutender Fortschritt. -.-5-- SA RttnZtzfchgn. »nnvpn A5LyVf«rt M im Oct. — Unsere neue Synagoge ist nunmehr mit Gott glücklich unter Dach gebracht, die einzelnen Thurmknäufe bereits aufgesetzt, und der Ausbau deS Gewölbes im Innern schreitet seiner Bollendung entgegen. Es herrscht in der ganzen Stadt nur Eine Stimme darüber, daß es ein herrliches Gebäude werde, vor welchem auch der christliche Beschauer mit aufrichtiger Anerkennung und bürgerfreundlicher Teilnahme stehen bleibt. Mit großem Bedauern dagegen vernehmen wir, daß ungeachtet jenes günstigen VoranschreitenS unseres Baues dennoch die Einweihung des Heiligthums erst auf den Sommer 1858 in Aussicht gestellt sei. Jedes Jahr, welches wir länger in unseren provisorischen Zuständen leben, ist, namentlich im Hinschauen auf unsere, dem gotreSdienittiche« Leben so sehr entfremdete Jugend, von dem schädlichsten Einflüsse, und legt uns in Betreff all Derjenigen, welche dadurch mehr in den JndifferentiSmuS verfallen, eine große Verantwortlichkeit auf. Noch Gottlob ist wohl die Zahl Derjenigen nicht geringe, denen der Eifer für eine wahrhast iSraetttische Gottesverehrung innig die Seele durchglüht; wir haben dieses an den vergangenen höchsten Feier- und Bußtagen mit großer Genugthuuug und Freude wahrgenommen, indem die Räume unseres BetsaaleS au diesen Tagen von einer dichtgedrängten Menge andächtig Betender überfüllt waren. Allein eben diese Ueberfülltheit deS provisorische» Betlokals, welche noch dazu aus Mangel an Raum Biete von der gemeinsamen Andacht ausschließt und den Besuchern nur durch das, in einem Gotteshause