Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1856)
- Date
- 1856-10-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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SS. Reeensionen. Lowxevöis 6e!!a relixiove l8raMiva... 6a »lsreo Aiorwra Radd. Uasx. äexli Israelit! 6i ^lantova.... 232 S. — Angezeigt von vr. I. M. Jost. Der ruhmlichst bekannte Verfasser liefert hier in Katechismusform ein Religionslehrbuch, welches nicht verfehlen wird, die Aufmerksamkeit anzuziehen und Urtheile mannigfacher Art hervorzurufen. Vor allem gibt er selbst offen und klar seinen Standpunkt an, welcher kein anderer ist, als der biblische Boden mit allen den Pflanzungen der großen Geister bestellt, welche im Laufe der nachbiblischen Jahrtausende die Tiefen der Religion ergründet, und insbesondere unter Zuziehung der sprachlichen Forschungen, welche man der neueren Zeit verdankt, und welche das Verständniß der heil. Schrift bedeutend gefördert haben. Er setzt sich nun hie? ein Ziel, weiter als das der meisten neuen Jugendbücher, nämlich außer der Lehre von Gott, vom menschlichen Geiste, von den sittlichen Pflichten, von den Zehn Geboten, vom Gesetz, von Feiertagen und Gebeten, behandelt er auch noch alle Theile des Religionsgesetzes, namentlich Opferdienst und Priester, ferner Palästina und Hoffnung auf Erlösung, Prophetie, Wunder; — viele einzelne Gesetze, und endlich die Quellen der jüdischen Religion und Ueberlieferung bis in die neueste Zeit. — DaS ganze ist auf 70 mäßige Abschnitte vertheilt, deren jeder eine Anzahl Fragen enthält, welche zusammen 478 ausmachen. Die ersten 100 Fragen in 10 I^esiov! betreffen nur die allgemeine Natur des Menschen, die sich aus derselben ergebenden Pflichten, und daran sich knüpfende Betrachtungen. Die II. Lezione behandelt die Geschichte von Adam und Eva biblisch, doch mit eingestreueten Bemerkungen. Z. B. Frage 104 lautet: „Warum erlitten unsere ersten Ureltern nicht fogleick den ihnen als Folge der Sünde angedrohten Tod? Antwort: Der Herr hatte den Adam mit dem Tode bedrohet, damit sich's erweise, daß selbst die Furcht vor diesem anscheinend größten Uebel dem Menschen nicht die Liebe zum Wissen entreißen könne. Da sie einmal ihre Wahl getroffen hatten, so theilte Gott ihnen die wahren Folgen, die daran« entstehen mit, nämlich Leiden und Mangel, welcher