Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1856)
- Date
- 1856-10-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Zweiter Artikel. Z6S -/ ' ' - tim von vorneherein abzuschneiden. ES ist hier der Ort nicht, auf die Unrichtigkeit dieses CitatS hinzuweisen; eS ist solches auch von unserem würdigen Eollegen und Mitarbeiter vr. Grünebäum in seinem Artikel über den »MndaZ« in d. Bl. bereits geschehen. Hier gilt eS nur, den Beweis zu führen, wie so oft die unbeugsam-hartnackige Neu-Orthodorie unserer Tage ihre eigene Schwäche dadurch beurkundet, daß sie jedem Fortschritte, jede Aenderung des Bestehenden, und sei diese noch so sehr von den Umständen geboten, sich entgegenstemme, in der gerechten Furcht, daß ihr ganzes System starrer Formgläubigkeit über den Haufen stürze, wenn sie einen Stein aus dem Gerolle und morschen Gemäuer herausziehen ließe. — Wir können bei dieser Gelegenheit nicht umhin, auch auf die s.Z. von der Badischen Rabbi n e r - C o nferenz beliebten Abänderungen des neuen Mannheimer Gebetbuches einige Schlaglichter fallen zu lassen. Dieselbe hat z. B. das Gebet »^Veku raedum« für Montag und Donnerstag in ihren Schutz genommen. Dieses Gebet ist ganz im Geiste der »Lelieda« abgefaßt; es ist ein Nothschrei des Mittelalters, in unserer Zeit veraltet. Niemand von uns vermag die Worte: „wir sind verachtet wie eine menstruirende Frau" (NNN NttvSI weder von politischem noch socialem, weder von sittlichem noch am allerwenigsten von religiösem Standpunkte zu beten. Man muß solche und ähnliche Stellen geradezu übersetzen, um dem hinter der Hecke Spielen der Verehrer des Alten k Wut prix ein Ende zu machen. Letzteres aber ist bei den Mitgliedern der Bad. R.-C. nicht einmal der Fall. Dieselben haben daS dem y^Veku raedum" folgende Gebet, »^donai Lloke ^Zrael," worin die Stelle vorkommt, „wir sind wie Schaafe, die man zur Schlachtbank führt, zu Mord, Vertilgung, Plag' und Schande" (.121517^ *?21' N2l)5 nicht restituirt und dadurch eine bedingte Reform zugegeben. Wir fragen aber haS geistliche Mitglied des Bad. Oberraths: ist dieses Gebet weniger auf sein z,ölmkaxan 8ekel «Nsrae! tora" begründet? —Nein oder ja! — Wenn nein —warum duldete man dessen Abrogirung? — wenn ja — warum rief man daS nol! me tanzere bei den Piutim aus, die ebenso wie die Seliekotk ähnliche, für unsere Zeit erlogene AuS- 23»