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Der israelitische Volkslehrer · 1856-10-01 · Heft 10 (Oktober 1856) · page 4

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 10 (Oktober 1856)
Date
1856-10-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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264 SsUed». drücke in Masse enthalten? — Dasselbe gilt von dem Ausspruche: SN NVPZ den das Mannheimer Gebetbuch, — als für unsere Zeit, nicht mehr himmelschreiend hilfesuchend, sondern himmelschreiend thöricht und unwahr, indem der Spruch, ausgepreßt ehedem einer entsetzlich gedruckten Brust, jetzt, in unserer Zeit, keinem unserer Brüder mehr von Herzen geht — natürlich beseitigte, und die Bad. R.-C. in „thue es doch um willen des vergossenen BluteS deiner Knechte" VN jpvV nvP) umänderte. Abgesehen nun davon, daß diese Abänderung als eine sehr unglückliche erscheint, indem sie den biblischen Ausdruck (Ps. 81, 10) verwischt, die Tautologieen unnöthig vermehrt, und endlich das Blut als eine Sache keine Paralelle zu den Personen lV'M2V ,O')NN) gibt, um derentwillen uns Gott Vergebung schenke — so fragen wir wieder: .,woher habt Ihr, »ÄImdaxan seke! ^israel iora"-Leute, das Recht genommen zu solcher Abänderung?—„aus der Vernunft?"—Ei. so macht sie überall geltend, in der ganzen?eLIIa, im ganzen Uaekgor, in?iut und Lelieka! — Kann man die Vernunft in Bruch geben? — Uebrigens sind wir überzeugt, daß der würdige Rabbinerstand Badens in seiner Gesammtheit, ja daß selbst die durchweg gemäßigten Herren Kollegen der Bad. R.-C. die Ansichten deS geistlichen Mitglieds im Oberrathe über das unglückliche »ölinkaxan sedel .7'israe! tora« nicht theilen, und daß die Piutimfrage nunmehr, nachdem auch die O. R. Frankreichs sich über dieselbe im Sinne der Reform ausgesprochen, in Baden bald eine Lösung finden werde, welche an die Stelle eines abnormen und absurden wüsten Wustes Besta'.dtheile deS öffentlichen Cnltus setzen werde, die fähig seien die Gemüther anzuregen und wahrhaft zu erbauen. Einen anderen, unberechenbaren Vortheil hat die französische Reformerklärung bewirkt, daß sie unsere deutsche Neuorthodorie eines ganzen Landes verlustig gemacht hat. Sie ist darüber auch nicht wenig empört. Ihr neues Manöver ist, daß sie sich auf Seiten der Freiheit stellt, Zeter schreiet, daß man den französischen Gemeinden Reformen aufdringen wolle ,c. ,c. ES kann in der That keine ungerechtere Anklage geben! Die franz. O. R. haben keine Synode, nur eine Konferenz ge-

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